„Demokratie live“ in Berlin

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Erinnerungsfoto vor dem Gebäude des Bundeskanzleramts, das von den Berlinern etwas respektlos „die Waschmaschine“ genannt wird Foto: Hertel

Hamburger Staatsministerin Özoğuz punktet mit offenen Worten

Von Michael Hertel
Berlin/Hamburg
Das war mal Demokratie live: 40 Hamburger Bürgerinnen und Bürger waren kürzlich auf Einladung der beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter (Rahlstedt) und Lars Pochnicht (Farmsen-Berne) zu Gast in Berlin. Beim Spaziergang in Richtung Brandenburger Tor wurde die Gruppe von einer schwarzen Limousine überholt. Sekunden später zog der Wagen einen Halbkreis, hielt vor der Akademie der Künste am Pariser Platz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stieg aus und verschwand im Inneren des Gebäudes. „Politik live ist doch noch etwas anderes als im Fernsehen“, kommentierte Mitfahrer Dieter Roese (66) aus Bramfeld später beeindruckt.

Wahlausgang in Schleswig-Holstein


Auch sonst wurde den Bürgern auf der Tagesfahrt einiges geboten. Zunächst wurde die Einladung von Aydan Özoğuz ins Bundeskanzleramt angenommen, wo die Hamburger Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration quasi als Untermieterin von Angela Merkel ihr Büro hat. Dort gab es für die Hamburger Truppe zunächst eine kleine Getränke-Stärkung und offene Antworten auf alle aktuellen Fragen – zum Beispiel zum Wahlausgang in Schleswig-Holstein: „Das Interview mit der Bunten hätte sich Torsten Albig wirklich sparen können“, meinte Özoğuz.

„Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung“


Leider kam es wegen einer hausinternen Veranstaltung mit der Bundeskanzlerin aus Sicherheitsgründen nicht zur geplanten Besichtigung des gesamten Kanzleramtes. Aber auch so hatte die Hamburger Delegation noch genügend Termine: Mittagessen, „Freizeit“ und schließlich die geführte Besichtigung der wirklich sehenswerten Ausstellung der „Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung“ über den großen Sozialdemokraten am Berliner Boulevard Unter den Linden. Das Programm hatte es in sich. Das merkte man auf der Rückfahrt, als einigen Teilnehmern Augenlider schwer wurden. Buschhüters launiges Fazit: „Der Steinmeier war bestellt, und das Wetter natürlich auch.“ Die nächste Bürgerfahrt mit „B & P“ findet voraussichtlich erst 2018 statt.
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