Denk mal: Die Ziegen

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Die zwei Ziegen von Karl Opfermann stehen am Wandsbeker Rathaus. Foto: Kuchenbecker
Wandsbek. Es ist Kunst im öffentlichen Raum und dazu noch eine bedeutende Bronze-Skulptur. Doch wer der Künstler war, ist heute kaum noch bekannt. Dabei hat Karl Opfermann in Hamburg mehrere bedeutende Werke geschaffen: die zwei Ziegen vor dem Wandsbeker Rathaus, den Seelöwen im Stadtpark oder die sechs Monumentalfiguren auf dem Karl-Muck-Platz. Karl Opfermann wurde am 28. September 1891 in Rödding bei Schleswig geboren. Bis 1913 machte er eine Bildhauerausbildung in Flensburg. Direkt im Anschluss kam er nach Hamburg, um hier bei Richard Luksch ein Studium an der Landeskunstschule zu beginnen. Opfermann war ein Realist und in den 1920er Jahren einer der führenden Vertreter des Expressionismus und der „Neuen Sachlichkeit“. Von 1919 bis 1933 war er Mitglied der elitären Künstlergruppe „Hamburger Sezession“. Sie hatte insgesamt 55 Mitglieder und das Ziel die bildenden Künste in Hamburg zu fördern, ihnen Raum und Platz zu geben. So wurde beispielsweise die Einrichtung von Künstlercafés gefordert, Treffpunkte, wo man sich austauschen konnte. Aber auch Vorträge und Ausstellungen wurden gegeben. Die letzte Ausstellung wurde 1933 auf Anordnung einer dem Reichspropagandaministerium zugehörigen Stelle geschlossen. Auch Opfermann bekam die „Macht“ der Nationalsozialisten zu spüren. Einzelne seiner Arbeiten wurden als „entartet“ eingestuft und vernichtet. Doch der Großteil seiner Werke fiel einem Bombenangriff im Jahre 1943 zum Opfer. Sein Atelier ging in Flammen auf. Er verließ Hamburg und siedelte ins benachbarte Ahrensburg um. (nk)
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