Denk mal: Meldereiter

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Als Erinnerung an die Wandsbeker Husaren: „Der Meldereiter“ von J. Jaenichen. Foto: Kuchenbecker
Wandsbek. „Der Meldereiter“ ist eine Bronze-Skulptur des Berliner Bildhauers J. Jaenichen, die 1938 als Denkmal für die gute Freundschaft zwischen Wandsbek und den Husaren aufgestellt wurde. Sie ist zu sehen in der Grünanlage Am Husarendenkmal. Gleich gegenüber befand sich auch die Kaserne der Husaren. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870-71 wurde das erste Husarenregiment Nr. 15 in der gerade gegründeten Stadt Wandsbek, Marienthal, stationiert. Ein Wirtschaftsfaktor, der nicht zu unterschätzen war. Das Verhältnis zwischen den Einheimischen und den Husaren war immer gut: sie engagierten sich sogar im gesellschaftlichen wie sozialen Bereich.
„Der Meldereiter“ ist Zeugnis einer längst vergangenen Zeit. Er wurde vom Husarenbund gestiftet. Das Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina der Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15 war ein berittenes Regiment der leichten Kavallerie. Die Uniform der Reiter bestand aus einer dunkelblauen, mit weißen Schnüren besetzten Jacke, die Attila genannt wurde. Sowie einer dunkelblau melierten Reiterhose, grauen Hosen mit rotem Vorstoß, und einer schwarzen Mütze aus Seehundfell. Die Wandsbeker Husaren, wie die Soldaten umgangssprachlich genannt wurden, kämpften beispielsweise 1914 in der „Schlacht an der Marne“ und 1915 in der „Winterschlacht in Masuren“. Nach 53 Jahren seines Bestehens wurde das Regiment 1919 aufgelöst. (nk)
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