Der Fahrstuhl kommt

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Die Stufen sind extrem steil und hoch und da ist jeder Kinderwagen zu schwer, um ihn allein zu tragen. Auch Radfahrer haben ihre Probleme. Rollstuhlfahrer sind ganz verloren.

Endlich! S-Bahnhof Hasselbrook bekommt barrierefreien Zugang

Eilbek. Jahrelang wurde er gefordert, vermisst, angekündigt, verworfen: Ein Fahrstuhl für den S- Bahnhof Hasselbrook in Eilbek. Bis heute quälen sich Senioren, Eltern mit Kinderwagen, Bahnreisende mit Gepäck oder samt Fahrrad die steilen Treppen herauf und herunter. Nach immerhin 20 Jahren Diskussion scheint der barrierefreie Umbau des Bahnhofes einschließlich Aufzug in greifbare Nähe gerückt zu sein. Der Leiter des Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn AG, Markus Hock, und der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Dirk Kienscherf teilten bei einem Ortstermin am Bahnhof mit, dass ab Ende des kommenden Jahres mit der Errichtung einer Aufzugsanlage begonnen werden soll. Mit der Fertigstellung sei dann im Jahr 2014 zu rechnen. Juliane Timmermann von der SPD teilt die Freude, denn „die Eilbeker haben darauf seit Jahrzehnten gewartet“. Lange Zeit über folgten viele Ankündigungen, „doch richtig konkret wurde es dann nie“. Juliane Timmermann hat sich gemeinsam mit Dirk Kienscherf für die Realisierung eingesetzt. Noch im Jahr 2010 hatte ihnen die damalige GAL- Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk mitgeteilt, dass nicht vor 2018 mit einer Realisierung zu rechnen sei. Nach dem notwendigen Neubau der Brücke über die Bahnlinie und der Elektrifizierung der Strecke nach Lübeck war es nun der mögliche Bau der S4 nach Ahrensburg, der die Erstellung eines Aufzuges erneut scheitern lassen sollte. Intensive Gespräche mit der Deutschen Bahn und der Verkehrsbehörde folgten.
Nach den Plänen der DB wird der Aufzug nicht im Bahnhofsgebäude selber, sondern westlich im Bereich der Überdachung auf dem Bahnsteig gebaut. Die Anbindung erfolgt dann über eine neue Brücke zum ehemaligen Bahnhofszugang. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Fahrstuhl von eventuellen Veränderungen des Eingangsbereiches im Zuge der Verlängerung der S4 nach Ahrensburg nicht betroffen sein wird. „Ansonsten hätte man auf die Umsetzung wohlmöglich noch länger warten müssen.“ Aus diesen Gründen wird auch zuerst der S- Bahnsteig angeschlossen, da dort der Bedarf am größten ist. „Der barrierefreie Ausbau des Nahverkehrs in Eilbek ist für mich eine Herzensangelegenheit“, so Juliane Timmermann. Die Bahnnutzer sind zwar inzwischen misstrauisch geworden, weil viele Versprechungen gescheitert sind, hoffen aber dennoch nun auf 2014, wenn das Tragen von Lasten auf der steilen Treppe endlich ein Ende hat. (kg)
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