Der Jakobsweg in Bildern

Anzeige
Der spanische Generalkonsul Joaquin Perez-Vilanueva (l.) und Richard Hölck, Hauptpastor der Christusgemeinde.Foto: Bätz

Eine Ausstellung in der Christuskirche Wandsbek

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Die Wandsbeker Christuskirche hat zurzeit einen Anziehungspunkt der besonderen Art. Sie beherbergt die Fotoausstellung des japanischen Fotografen Tomohiro Muda „Der Jakobsweg - Eine orientalische Sichtweise“. Diese Wander-Ausstellung mit rund 30 Fotos vom nordspanischen Teil des Jakobsweges eröffneten am vergangenen Mittwochmorgen der spanische Generalkonsul Joaquin Perez-Vilanueva und der Hauptpastor der Christusgemeinde Richard Hölck. Dieser berichtete auch, warum die Ausstellung jetzt in Wandsbek für einige Wochen zu sehen ist. „Der Pilgergedanke lebt auch in unserer Gemeinde. Es gibt Mitglieder, die waren schon in Santiago de Compostela, am Grab des heiligen Jakobus, oder sind dort gepilgert, wo die Fotos des berühmten japanischen Fotografen entstanden. Ich selbst habe diese Fotoausstellung im Instituto Cervantes hier in Hamburg bewundert. Mich haben diese Schwarz-Weiß-Fotos so fasziniert, dass ich beschloss, sie in die Christuskirche zu holen.“ Was macht nun aber die Faszination des Jakobsweges und der Fotos des japanischen Fotografen aus? Von Hölck und dem spanischen Generalkonsul Perez-Vilanueva erfährt man, dass der Jakobsweg im nordspanischen Galizien seit dem frühen Mittelalter von Pilgern aus ganz Europa begangen wird ja, dass es ein ganzes „System von Jakobswegen“ quer durch Europa nach Santiago de Compostela gibt. Sie orientieren sich in der Regel an den historisch nachweisbaren Routen mittelalterlicher Jakobspilger. Diese Geschichte des Pilgertums und die vielen mittelalterlichen Pilgerwege beeindruckte anscheinend auch bei der UNESCO , denn die internationale Organisation vergab 1993 und 1998 an bekannte Routen, bzw. Hauptwege der Jakobspilger den Status eines Weltkulturerbes der Menschheit. Voraussetzung für diese Anerkennung ist die Erwähnung in der Urkunde Liber Sancti Jacobi des 12. Jahrhunderts, die den religiösen Wanderern selbst bei kriegerischen Auseinandersetzungen auf bestimmten namentlich genannten Wegen durch Europa körperliche Unversehrtheit garantierte. Auch Hamburg hat einen „Jakobsweg“. Er ist ein Teil des sogenannten Hanseatenweges, der von Lübeck aus entlang der Trave, des Stormarn-Wanderwegs, des Alsterwanderwegs (gelbe Pfeile mit P für Poppenbüttel und O für Ohlsdorf) in den Kern Hamburgs führt. Es gäbe noch viel über den Jakobsweg zu berichten, so Hölck. Aber zurück zur Ausstellung. Sie ist wirklich sehenswert. Sie zeigt mit Landschaftsfotos, Aufnahmen romanischer Kirchen, und Symbolen wie Jakobsmuschel und Pilgerstab den Teil des Jakobsweges, der für viele Pilger das Ende einer langen mühsamen Reise darstellt. Diese Fotos sind sehr beeindruckend und passen sehr gut in die Wandsbeker Christuskirche, das meinte zumindest der spanische Generalkonsul Joaquin Perez-Vilanueva.
u Ausstellung „Tomohiro Muda „Der Jakobsweg - Eine orientalische Sichtweise“; Eintritt frei; Zu besichtigen bis 6. Mai, zu den Öffnungszeiten der Christuskirche. Montag und Mittwoch von 17-19 Uhr; Sonnabend 12-14 Uhr. Nähere Infos zur Ausstellung im Kirchenbüro der Gemeinde unter
t 652 20 00
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige