Die Geisterbaustelle

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Seit rund zwei Wochen ist die Baustelle am Farmsener U-Bahnhof eingerichtet, passiert ist noch nichts Foto: Glitz

Farmsener CDU fordert bessere Koordinierung. Behörde kontert

Von Rainer Glitz
Farmsen-Bern
e „Der Bus fährt hier gar nicht“, sagt ein junger Mann mit Kinderkarre zu seiner Frau. Ein Schild an der Haltestelle am Farmsener U-Bahnhof vor der Haspa klärt auf: „Ab dem 5. Januar ca. 14 Uhr werden die Linien M26 und M27 hier nicht mehr bedient.“ Die elektronische Anzeige verweist auf die Ersatzhaltestelle unter der U-Bahnbrücke. Seit mehr als zwei Wochen ist ein Stück der Busspur in Richtung Rahlstedt mit rot-weißen Absperrungen belegt, neuerdings steht ein Bagger auf dem rissigen Beton. „Passiert ist aber nichts“, ärgert sich Huy-Tam Van, CDU-Bürgerschaftskandidat aus Farmsen-Berne. Dafür werde eine Fahrspur blockiert, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten komme es immer wieder zu Behinderungen und Rückstaus, teils bis Bramfeld.

„Falsche Koordination“


Die Baustelle in der August-Krogmann-Straße sei offenbar nicht richtig koordiniert worden, Ressourcen würden verschwendet, sagt Van. „Wir möchten, dass sich die beteiligten Behörden und Tiefbauunternehmen künftig absprechen und eine intelligente Baustellenplanung betreiben“, erklärt der Farmsener CDU-Politiker. Solche Geisterbaustellen soll es in Zukunft nicht mehr geben. Es sei ja schön, dass in Hamburg gebaut werde. Es müsse aber eine übergeordnete Stelle für das Projektmanagement geben, so Huy-Tam Van. Eine bessere Baustellenkoordination, um den Verkehr wieder zum Fließen zu bringen, fordert die CDU auch in ihrem Programm für die Bürgerschaftswahl.
Nach Angaben der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ist an der Bushaltestelle am U-Bahnhof in Farmsen die Fahrbahn abgesackt. „Der Schadensumfang muss ermittelt werden und dann wird es gemacht“, so Sprecherin Helma Krstanoski. Angesichts dieses Schadens macht sich CDU-Kandidat Huy-Tam Van so seine Gedanken. Wenn selbst der Beton dem Gewicht der Busse nicht standhält – wie soll es erst werden, wenn die Gelenkbusse auf dem  Asphalt der Straße halten, so wie es die Busbeschleunigung vorsieht? „Da kommt nach einem harten Winter noch einiges auf uns zu“, befürchtet er.
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