Die Ideen-Sammler

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Die Wandsbeker Grünen sind zufrieden mit ihrer ersten Ideensammlung in Hohenhorst Fotos: Glitz

Grüne in Wandsbek beteiligen Bürger am Wahlprogramm

Von Rainer Glitz
Hohenhorst. „Das war ein Versuchsballon, den wir heute gestartet haben“, sagt Christiane Blömeke. Die grüne Bürgerschaftsabgeordnete moderiert die Veranstaltung „Zukunft findet Stadt“ im Haus am See in Hohenhorst. Ein gutes Dutzend grüne Lokalpolitiker und interessierte Bürger sind zusammengekommen, um Vorschläge zum Thema Gerechtigkeit zu sammeln. „Unser Programm für die Wahl zur Bezirksversammlung 2014 soll nicht von oben kommen, wir wollen eine offene Diskussion, bei der alle ihre Ideen einbringen können“, sagt Blömeke. Ihr wichtigstes Werkzeug ist das Handy, mit der Stoppuhr achtet sie genau auf die Redezeit der Teilnehmer. Auf Stelltafeln werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit festgehalten. „Was ist im Bezirk Wandsbek machbar, was liegt auf der Landesebene?“, fragt Blömeke in die Runde, daran mögen doch alle denken. Dann werden die Vorschläge bewertet: Jeder darf drei Punkte auf das jeweilige Poster kleben.
Beim Thema „kulturelle Vielfalt“ bekommen die Unterpunkte öffentliche Unterbringung von Flüchtlingen und interkulturelle Öffnung der Verwaltung die meiste Zustimmung. Beim Komplex Familien, Kinder und Senioren liegen die Forderungen, den Allgemeinen Sozialen Dienst abzusichern und generationsübergreifende Wohnprojekte im Bezirk zu fördern, vorne. Zum Thema „Wandsbek ohne Barrieren“ setzt sich die Forderung durch, bei Neubauten behindertengerecht zu planen. „Wir müssen uns mehr um die Belange der jungen Erwachsenen kümmern, sonst wandern sie in die coolen Stadtteile ab“, ergänzt Katja Husen, Direktkandidatin für die Bundestagswahl in Wandsbek.

Mitmachen auch online

Mit diesem „Rucksack voller Ideen“ geht es für die Wandsbeker Grünen weiter in Richtung Wahlprogramm. Drei weitere Veranstaltungen im Bezirk folgen. Eine zum Thema Umwelt, eine zu Demokratie und Bürgerbeteiligung und eine zum Dauerthema Verkehr. Die Ideen und Vorschläge werden dann auf Mitgliederabenden vorgestellt, eine Redaktionsgruppe entwirft daraus den Entwurf eines Wahlprogramms, über das im Februar 2014 abgestimmt wird. „Demokratie lebt von Angeboten und Bürgerbeteiligung“, sagt Kreisvorsitzender Dennis Paustian-Döscher. Er hofft, dass sich noch mehr Bürger beteiligen. Das geht auch per E-Mail: gf@gruene-wandsbek.de
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