Die Qualität muss man riechen

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Über die Kunst Kaffee zu rösten referierte der Kaffeeexperte Klaus Lange bei den Rahlstedter Kulturwochen im vergangenen Jahr. Damals brachte er als Anschauungsmaterial diverse Kaffeesorten sowie Kaffeepflanzen mit. „Qualität muss man riechen können“, sagt Lange.Fotos: Bätz

Klaus Lange und seine Leidenschaft fürs Kaffeerösten

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Das „ Cafehaus“ in der Rahlstedter Straße ist längst kein Geheimtipp. Das liegt an den rund 45 hausgemachten Tortenund dem selbst gerösteten Kaffee des Geschäftsführers Klaus Lange. Seit 2006 frönt er der Leidenschaft für sein Lieblingsgetränk, setzt er alles draun, „Kaffee „den Kunden schmackhaft zu machen“. Der Autodidakt in Sachen Rösten schaute erst in der Kaffee-Stadt Hamburg Kollegen und Fachleuten über die Schulter, dann kaufte er bei einer renommierten deutschen Firma eine eigenen Röstmaschine. Aber bis zur jetzigen Hausmarke „Langes Privatkaffee“, die aus qualitativ hochwertigen Kaffeesorten gemischt und geröstet wird, war es dennoch ein langer Weg. Lange: „Ich bin ein Jahr lang durch die Gegend gefahren, ich war in Deutschland und Holland unterwegs und da habe ich bei den Röstern geschaut, welche Kaffeesorten sie rösten, mit welcher Methode und Temperatur, welche Tricks sie drauf haben“.
Lange vergleicht das Kaffee rösten mit der Kunst des Bierbrauen. „Ich habe drei Monate gebraucht, um zu unserem kleinen Trommelröster die eigene Hausmischung zu finden, und die ist ganz anders als eine industrielle Röstung. Viel angenehmer im Geschmack, da die Kaffeebohnen bei viel geringerer Temperatur geröstet werden.“ Das Ergebnis seiner vielen damaligen Versuche freut den ehemaligen Seemann und Kaffee-Experten noch heute. Begeistert erzählt er, dass die Mischung verschiedener Kaffeesorten, die aus Kaffeeplantagen mit zertifizierten biologischen Anbau in Indonesien, Brasilien, Mexiko und Guatemala, stammen, und Säcke weise von einem Hamburger-Kaffeeimporteur bezogen werden, 20 Minuten lang schonend bei nur 200 Grad Celsius geröstet werden, damit der Kaffee nicht verbrannt oder sauer, sondern intensiv aromatisch schmeckt, stimmt. Sein Fazit: „Man muss beim Kaffee gute Qualität riechen können“.
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