Die S-4-Planungen

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Neue Bahnstationen und kein Güterverkehr auf der Strecke

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Befürworter einer S4 scheinen der gewünschten Verbindung zwischen Hamburg und Bad Oldesloe wieder einen Schritt näher gekommen zu sein. Diesen Eindruck konnte man am vergangenen Donnerstag gewinnen, als im Bürgersaal während einer Sitzung des Verkehrsausschusses Wandsbek die Vorzugsvariante einer S-Bahnstrecke durch die Landesverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein (LVS), die Stadt und die Deutsche Bahn AG öffentlich vorgestellt wurde. Danach sollen schon 2014 die Entwurfsplanung, ab 2016 dann das Planfeststellungsverfahren und ab 2017 der Bau der S4 beginnen. Das Düsseldorfer Planungsbüro Schüssler-Plan zeigte auf, wo die Gleise der künftigen S4 verlegt werden sollen. Außerdem sind zwischen Hamburg und Bad Oldesloe vier bis sechs zusätzliche S-Bahn-Stationen geplant, acht weitere werden umfangreich umgebaut. Neu wären die Stationen „Claudiusstraße“, „Bovestraße“, „Holstenhofweg“ und „Pulverhof“ auf Hamburger Gebiet. Für die Wandsbeker sind noch zwei weitere Punkte interessant. Zum einen die Zusicherung, dass bei der künftigen Streckenführung Privatgrundgrundstücke möglichst unangetastet bleiben sollen, zum anderen, dass eventuell Änderungen an den kürzlich erst errichteten Lärmschutzwänden notwendig sind. Weitere wichtige Maßnahmen:Güterverkehr wird auf der S-4-Strecke nicht verkehren. Eine Grundvoraussetzung für einen planmäßigen und pünktlichen S-Bahnbetrieb. Aus diesem Grund sollen weitere potentielle Hindernisse, wie die letzten noch bestehenden Bahnübergänge in Wandsbek beseitigt und durch Über- oder Unterführungen ersetzt werden. Ulrich O. Weber, Vorstandsmitglied der Lärmschutzinitiative Rahlstedt äußerte sich besorgt über die vorgestellte Trassenführung der S4 in Rahlstedt: „Sie führt durch ein ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet der Wandse.“ Weber setzt vorerst auf die Transparenz und Bürgerbeteiligung. Nur so seien Lösungen möglich, die eine Fehlplanung verhindern.
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