Die Sache mit dem Lärm

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Bürgermeister Jürgen Westphal leitete die Einwohnerversammlung in Stapelfeld. Foto: güb

Einwohnerversammlung mit Rekordbeteiligung

Stapelfeld. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Stapelfeld waren für die Einwohnerversammlung der Gemeinde Stapelfeld die Retter in der Not. Sie holten aus dem nahen Feuerwehrhaus die Bänke herbei, so dass alle Stapelfelder Bürgerinnen und Bürger im „Stapelfelder Hof“ einen Sitzplatz fanden. „Wir haben wie in den Vorjahren mit 120 Stapelfeldern gerechnet. Dass diesmal eine Rekordbeteiligung zu erwarten war, konnten wir nicht ahnen“, sagte Stapelfelds Bürgermeister Jürgen Westphal.
Er erteilte gleich zu Beginn der Versammlung Carsten Kurz von der Lärmkontor GmbH das Wort. Er ist als Dipl. Geograph in der Firma für die Lärmaktionsplanung und Lärmkartierung zuständig. Carsten Kurz zeigte auf, wo in Stapelfeld die Lärmquellen sind. „Das sind die Autobahn A 1 und die Landstraße L 222. Von den 1588 Einwohnern der Gemeinde müssen rund 690 Menschen Lärmwerte ertragen, die höher als 70 dB(a) sind. Das ist aber noch keine Lärmbelästigung, die eine Lärmschutzwand erforderlich macht“, erklärte zum Unmut der Versammlung Carsten Kurz. „Eine Lärmschutzwand, die von vielen Bürgern gewünscht wird und die wir als Gemeinde in Eigenleistung errichten müssten, da Bund und Land die Lärmschutzwand nicht bezuschussen, können wir uns finanziell nicht leisten“, betonte Bürgermeister Westphal.
Er sprach sich dafür aus, im Lärmaktionsplan, den die Gemeinde Stapelfeld bis zum 18. Juli 2013 in Kiel beim Landesbetrieb Straßenbau abgeben muss, auf jeden Fall für die Autobahn A 1 im Stapelfelder Bereich den sogenannten Flüsterasphalt zu beantragen. „Die A1 ist in Richtung Barsbüttel und auch Ahrensburg schon saniert worden. In 2015 sind wir endlich damit dran“, erläuterte Westphal. „Eine Verringerung der Lärmstärke kann mit dieser Maßnahme auf jeden Fall erreicht werden“, so der Lärmexperte Carsten Kurz. (güb)
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