Diskussion „die Schärfe“ nehmen

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Martin Kersting möchte keine Bäume missen Foto: Haas
 
Bezirkschef Thomas Ritzenhoff will informieren Foto: Haas

Steilshoops „Neue Mitte“ und die Bäume: Info am 30. Juni

Steilshoop Die Koordinierungskonferenz Steilshoop (Koko) diskutierte besorgt in ihren vergangenen Meetings über die Gestaltung der „Neuen Mitte“ zwischen Gropiusring und Gründgenstraße. Die Baumfällgegner mit der Fraktion, die sich dafür aussprechen, dass „endlich etwas passieren soll“. Das Duell hatte sich auch personalisiert: In Nachfolge von Dieter Maibaum hatte sich Dr. Martin Kersting bei der Wahl des Sprecheramtes knapp gegen Bernhard Lang behauptet.

Baumbestand schonen


Baumfällgegner Kersting bleibt sich treu, schon vor sechs Jahren hatte er seinem Buch über die Geschichte des Stadtteils den Untertitel „…aus dem Hause tretend möchte ich Bäume sehen“ gegeben. Seit dem vergangenen Frühjahr macht sich der neugewählte Koko-Sprecher für die Erhaltung von über 100 Bäumen stark, die dem Umbau der neuen Mitte geopfert werden sollen. Befragten Experten zufolge könnten die für die Baumfällungen vorgesehenen Kosten von rund 25.000 Euro sinnvoll verwendet werden für „Wurzelsuchschachtungen“, erklärte Kersting. So könnten neue Versorgungsleitungen auch unter Schonung des bestehenden Baumbestands gelegt werden. Für schonende Ausschachtungen seien etwa spezielle Saugrohrbagger nötig anstelle von größeren Maschinen.
Die andere Fraktion besteht vorwiegend aus privaten Wohnungseigentümern, die im Rahmen des Projekts „Housing Improvement District“ (HID) bereits mit stolzen Summen von über 1.000 Euro zur Kasse gebeten wurden. Sie plädierten in der Diskussion hauptsächlich dafür, dass „jetzt endlich was passiert“. Denn es stehe zu befürchten, dass sonst die bereitgestellten öffentlichen Mittel gefährdet seien. Beide Parteien erwarten sehnlichst einen Dialog mit zuständigen Vertretern des Bezirksamtes Wandsbek. Von der „Missachtung des gespaltenen Bürgerwillens“ ist schon die Rede. Dieter Maibaum, 19 Jahre lang Koko-Sprecher, sprach sich dafür aus, der aktuellen Diskussion die Schärfe zu nehmen und nicht weiter zu polarisieren.
Alle Erwartungen richten sich jetzt auf Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, der einlädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung: Was wird aus den Bäumen, die – wie berichtet – schon zu Ende Februar gefällt werden sollten?

„Die Arbeiten für den Bau eines attraktiven Quartiersplatzes in Steilshoop sollen in diesem Jahr beginnen. Das Zentrum und die Mittelachse werden neu gestaltet. Auf dem Platz sollen auch wieder Wochenmärkte und Stadtteilfeste stattfinden können.“ Bezirksamt

„Die Arbeiten für den Bau eines attraktiven Quartiersplatzes in Steilshoop sollen in diesem Jahr beginnen. Das Zentrum und die Mittelachse werden neu gestaltet. Auf dem Platz sollen auch wieder Wochenmärkte und Stadtteilfeste stattfinden können“, so der Tenor aus dem Bezirksamt. Insbesondere die hierfür erforderlichen Maßnahmen am Baumbestand werden dabei wohl zum zentralen Diskussionsthema. Übersichtspläne zu den geplanten Maßnahmen werden im Stadtteilbüro und im EKZ veröffentlicht. (wh)

Dienstag, 30. Juni, 18:30 Uhr. Martin Luther King-Kirche, Gründgensstraße 25
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