Dorfplatzpassage: Jetzt geht‘s los!

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Rot markiert: Neubauten für 130 Wohnungen und Gewerberäume Karte: BA Wandsbek
 
Torsten Hamm plant das neue Bramfelder Dreieck Foto: Sichting

Autohaus Jahnke: Umzug im Juli, Abriss Ende 2015. Achtgeschossiges Gebäude in der Mitte

Bramfeld In das Projekt zur Umgestaltung der Bramfelder Mitte kommt Schwung! Der Planungsausschuss hat grünes Licht für den Bebauungsplan 69 gegeben. Eine Passage soll den Bramfelder Dorfplatz mit dem Marktplatz verbinden. Ab Oktober geht es in die Ausschreibungsphase. Auf 8.000 Quadratmetern werden 130 Wohnungen, davon 40 geförderte Sozialwohnungen, und Gewerberäume gebaut. Gesamtinvestitionssumme: 40 Millionen Euro. Frühester Fertigstellungstermin ist laut Projektplaner Torsten Hamm von der zuständigen Torhaus Projektentwicklungsgesellschaft GmbH Ende 2017.
„Wenn wir gut durchkommen, können wir zum Ende des Jahres die alten Gebäude auf dem Grundstück des Autohauses Jahnke abreißen. Ab Frühjahr könnte es dann konkret mit Bauarbeiten losgehen“, so Hamm.

Bramfeld beleben


Das Dreieck soll Bramfeld beleben und für mehr Attraktivität sorgen. In Zukunft wird dort das Stadtteilleben konzentriert. Nebenan entsteht die Kulturinsel, die von der Strahlkraft des Dreiecks partizipieren soll. Das Ziel: Ein starkes Zentrum bildet sich heraus und entwickelt Anziehungskraft. Die Bramfelder strömen in Zukunft verstärkt zum Dorfplatz und weniger in die Innenstadt, so die Idee. „Natürlich besteht auch die Gefahr für den oberen Teil der Bramfelder Chaussee, dass die Händler diesen verlassen und sich lieber zentral ansiedeln. Aber die Flächen sind auch jetzt schon durch Leerstände gekennzeichnet. In der direkten Umgebung zum Bramfelder Dreieck sehe ich keine Probleme“, sagt Hamm.
Das Projekt: In den Erdgeschossen der Passage wird Gewerbe angesiedelt. Sitzbänke, eine Baumreihe und Fahrradstellplätze sorgen für die entsprechende Aufenthaltsqualität. Die Gebäude links und rechts sind am Eingang Dorfplatz fünfgeschossig, danach verlaufen sie viergeschossig Richtung Marktplatz Herthastraße. 400 bis 500 Menschen werden dort einziehen. Mit ihnen auch mehr Kaufkraft, hofft der Handel. Am Ende der Passage dient ein Achtgeschosser mit einer Höhe von 28 Metern als „Umlenk- und Orientierungspunkt“ für Passanten. „Das klingt im ersten Moment sehr hoch, aber das Einkaufszentrum gibt diese Höhe nun mal vor“, so Torsten Hamm. Das Hochhaus ist als Gewerbe- und Ärzteturm konzipiert. Aber gibt es dort nicht schon ausreichend Gewerbeflächen? Laut Hamm wird es keine Konkurrenzsituation zwischen der neuen Passage, der Marktplatz Galerie und Kaufland geben. Die großen Akteure zielen auf unterschiedliche Produkte ab. „In die Passage wird beispielsweise kein großer Supermarkt oder Ähnliches reingehen. Das ist für solche Anbieter nicht attraktiv und in der Umgebung bereits vorhanden.“

Gewerbe in der Passage


„Es werden eher Friseure, Ärzte und andere Dienstleister einziehen. Man muss abwarten, was sich am Ende herauskristallisiert“, so Hamm. In den nächsten Wochen beginnt das große Puzzlespiel: „Wir ordnen die verschiedenen Interessenten für die Gewerbeflächen, die es jetzt schon gibt, an und schauen, wer wie viele Quadratmeter haben möchte“, so Hamm und weiter: „Wenn sich beispielsweise Cafés ansiedeln wollen, können diese natürlich auch Außenplätze einrichten. Man soll sich hier wohlfühlen.“ Das gesamte Areal wird alten- und behindertengerecht geplant. Das betrifft Wohnungen, Gewerbeflächen und auch die Tiefgarage.
Bis spätestens Juli verlässt laut Hamm das Autohaus Jahnke das Gelände am Dorfplatz und zieht in einen neuen Standort in der Umgebung. Am 19. und 20. September ist auf dem Gelände in den leeren Hallen der Autowerkstatt eine Ausstellung des Kulturvereins mit verschiedenen Künstlern geplant. Die Kunstpassage „Aufbruch zur neuen Bramfelder Mitte“ feiert den Neubeginn am Dorfplatz. „Für die Ausstellungen stehen zwei große, lichte Hallen mit insgesamt 700 Quadratmetern und Außenflächen zur Verfügung“, weiß Quartiersmanagerin Sylvia Soggia. (ms)
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