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Torsten Flader mit Hund Ursus. Foto: Christa Möller

Betten für den Kirchentag in Hamburg

Von Christa Möller
Wandsbek. Die Pfadfinder haben schuld: „Das Zelten in der freien Natur und das Lagerfeuer fand ich toll“, sagt Torsten Flader, der als Sechsjähriger zu den Pfadfindern kam und so später auch zum Kirchentag. 1997 war er in Leipzig das erste Mal als ehrenamtlicher Helfer beim Kirchentag im Einsatz, seither fand kein Kirchentag ohne ihn statt. 1999 in Stuttgart hatte er die Leitung einer Gruppe von 120 Helfern übernommen. In Frankfurt 2001 war er „Haka“, das heißt, beim harten Kern als Helfer dabei. In Berlin, 2003 beim ersten ökumenischen Kirchentag, war er im Fahnen-Team.
Und 2005 hat Torsten Flader in Hannover den Fahrradkurierdienst aufgebaut, mit dessen Hilfe seither Materialien vom Lager zu den Veranstaltungen befördert werden, jetzt in Hamburg sogar mit zehn Lastenrädern, einige auch mit Elektromotor, und zehn Fahrrädern mit Anhänger. Sein ehrenamtlicher Einsatz beim 34. Evangelischen Kirchentag vom 1. bis 5. Mai in Hamburg: Er stellt drei Schlafplätze für die Aktion „Koje frei“ zur Verfügung: „Ich hab ein Doppelbett und ein Sofa frei“, erläutert Flader, der auch im Freundeskreis erfolgreich Bettenwerbung betrieben hat.
Noch fehlen 4000 Betten
Der gebürtige Holzmindener hat zuvor nie in einer Kirchentagsstadt gewohnt, „ich suchte immer selber ein Gemeinschaftsquartier.“ Der Einsatz für den Kirchentag ist für ihn nicht nur Berufung, sondern – jetzt in Hamburg – auch Beruf: Torsten Flader ist hier hauptamtlich für die Privatquartier-Kampagne „Koje frei“ zuständig. Wer ein Bett, eine Liege oder ein Schlafsofa in seiner Wohnung zur Verfügung stellen will und im HVV-Großbereich wohnt, sollte sich schnellstmöglich melden unter t 43 09 31 – 200 oder im Internet: www.kirchentag.de
Außerdem stehen etwa 88.000 Schlafplätze in Gruppenunterkünften bereit. Zum 1. Abend am 1. Mai werden 300.000 Besucher erwartet. Der Kirchentag hat insgesamt knapp 100 Mitarbeiter einschließlich Praktikanten und Mitarbeitern im Freiwilligen Sozialen Jahr. Die Atmosphäre in dem jungen Team sei sehr gut, so Flader, „man muss sehr motiviert sein“. Einen großen Anteil an der Kirchentagsarbeit haben außerdem die Ehrenamtlichen. Allerdings, „der Kirchentag, das sind die Menschen vor Ort, keine Organisation. Das ist eine Mitmach-Veranstaltung.“
Ursus ist immer dabei
Torsten Flader, der Medien, Kommunikationswissenschaften und Politik studiert hat und für eine Menschenrechtsorganisation gearbeitet hat sowie als Jugendbildungsreferent tätig war, ist übrigens selten allein unterwegs. „Ich war in den Süd-Karpaten wandern, da ist Ursus mir zwei Wochen hinterhergelaufen.“ Das war vor neun Jahren. Seither begleitet ihn der schwarze Hund meistens, so auch zum Interview-Termin.
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