E-Bücherhalle gestartet

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Mit dem eigenen Tablet, Laptop oder Handy ins Internet, das ist für Jugendliche heute bereits der Alltag Foto: kg

Farmsener Schüler testen neue Suchmaschine

Von Karen Grell
Farmsen
Unterricht mit dem eigenen Laptop, dem Tablet oder sogar per Handy? Ab sofort soll das möglich werden. Mit dem Pilotprojekt „Start in die nächste Generation“ sind jetzt alle Hamburger Bücherhallen an den Start gegangen. Kostenlos können Schüler dabei auf die Angebote der elektronischen Bücherhalle zugreifen und so zuverlässiges Informations- und Recherchematerial abfragen.
„Schüler können nun geeignete Quellen auch jenseits von Google und Wikipedia nutzen“, erklärt Hella Schwernen-Matienßen, die Direktorin der Hamburger Bücherhallen das neue Konzept.
Welchen Vorteil das gegenüber herkömmlichen Suchmaschinen hat, testeten Schüler vom Gymnasium Osterbek aus Farmsen im Rahmen ihrer Präsentation zum Thema Rauchen. Das Ergebnis: Die e-Bücherhalle liegt ziemlich weit vorn bei der Zuverlässigkeit der Daten. „Am schlechtesten hat bei unseren Recherchen Wikipedia abgeschlossen“, meinen Valeria und Melanie vom Osterbeker Gymnasium. Besonders positiv finden die beiden bei der Suche in der e-Bücherhalle, „dass wir da sicher sein können, auch inhaltlich korrekte Informationen zu erhalten“. Doch nicht nur die Gymnasiasten aus Farmsen konnten sich von dem neuen digitalen Lernen überzeugen, auch an sechs weiteren Schulen mit über 750 Schülern wird ab sofort die e-Bücherhalle ausprobiert. Schulsenator Ties Rabe hat das Laptop-WLAN-Pilotprojekt offiziell in der Hauptbibliothek am Hühnerposten eröffnet und je drei Stadtteilschulen und drei Gymnasien, verteilt über das ganze Stadtgebiet, beteiligen sich mit 34 Klassen beim Start in die neue Generation.

Verändertes Lernen


Im Sommer sollen weitere 16 Klassen mit 375 Schülern hinzukommen. Schulsenator Ties Rabe: „Das Projekt ist von den Schulen begeistert aufgenommen worden, was zeigt, wie weit diese für die Nutzung digitaler Lernangebote und Unterrichtsmaterialien bereit sind.“ Immer stärker prägen die neuen Medien den Alltag und die Berufswelt. Eine Schule, die auf das Leben vorbereiten will, müsse, so Rabe, sich deshalb den Veränderungen stellen und auch das Lernen und den Unterricht anpassen.
Ziel des Projekts „Start in die nächste Generation“ soll ein sinnvoller Einsatz von Smartphones, Tablets oder Laptops im Unterricht sein. Gemeinsam entwickelt und mit insgesamt 892.000 Euro finanziert wurde das Projekt von der Senatskanzlei und der Schulbehörde.
In einzelnen Klassen und Fächern sollen Schüler künftig ihre eigenen mobilen Computer im Unterricht nutzen und so Tafel, Schulbuch und Schulheft sinnvoll ergänzen können. Für alle Schüler, die über kein eigenes Gerät verfügen können, soll es Unterstützung geben. An erster Stelle des Konzeptes steht neben den Möglichkeiten, an verlässliche Informationen zu kommen, auch die Sicherheit für Jugendliche im Netz.
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