Ehrung für die Hamburger Fluthelfer

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Gruppenbild mit Staatsministerin: Aydan Özoguz (M.) mit den ehrenamtlichen Helfern vor einem Teil des THW-Fuhrparks

Staatsministerin Aydan Özoguz beim THW in Wandsbek

Von Karen Grell
Hamburg. Sie sind jung, haben Muskeln und sehen aus, als würden sie jeden Tag in einem Fitness-Studio trainieren. Zeit haben die Jungs vom Technischen Hilfswerk aus Wandsbek allerdings in ihren freien Stunden nur für die Hilfe als Ehrenamtliche beim THW.
Für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr an der Elbe erhielten sie jetzt eine besondere Auszeichnung. „Ohne euch vom Technischen Hilfswerk hätten viele Opfer der Wassermassen im vergangenen Jahr jegliche Hoffnung verloren“, würdigte Aydan Özoguz, Staatsministerin der Bundesregierung und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration das große Engagement. Sie verlieh den jungen Männern die Bundesfluthilfemedaille. Im Einsatz waren damals über 16.000 Helfer, darunter auch die Männer des Technischen Hilfswerks aus Wandsbek. „Ohne das Ehrenamt und ihren bewundernswerten Einsatz hätten wir bei der Katastrophe 2013 keine so gute Arbeit leisten können“, bedankte sich auch der Vorsitzende des THW, Armin Hitzemann bei seinen Einsatzkräften. Wie groß der Radius der Möglichkeiten ist, in dem die Helfer vom THW eingesetzt werden können, sei dabei oft gar nicht bekannt. „Wir können noch viel mehr, als nur Sandsäcke tragen“, betont der Vorsitzende. „Wir sorgen dafür, dass die komplette Infrastruktur in den Krisengebieten wieder hergestellt wird“, erklärt Hitzemann mit einem Satz die große Bedeutung des Technischen Hilfswerkes. Das kann die Erzeugung von Strom, Wasseraufbereitung oder die Beseitigung von Gefahren bedeuten.
Tausende von Helfern waren in unzähligen Einsatzstunden und mit 1800 Fahrzeugen während der Flutkatastrophe im Kampf gegen die Wassermassen im Einsatz. Die Helfer aus Wandsbek kamen dann im Juni mit einem Technischen Zug in Dömitz zur Hilfe, um die Deichsanierung zu unterstützen. „Leider steigen die Einsätze in ganz Europa immer mehr an“, bedauert der Einsatzleiter, denn die Regenfälle würden immer stärker und damit auch unberechenbarer werden. „Ohne die Ehrenamtlichen vom THW würden wir dann ganz schön schlecht dastehen“, so Aydan Özoguz. Für ihre Verdienste an der Elbe gab es Urkunden, Medaillen, viele lobende Worte der Ministerin und im Anschluss ein großes Fest.
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