Eichtalpark: Test bestanden

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Die Welle - Kunst und unfreiwilliges Spielgerät
 
Der Eichtalpark hat auch einen See, dem Zuhause von zahlreichen Enten

WochenBlatt-Check: Gute Spielmöglichkeiten und Sonnen-Liegeplätze

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek/Hinschenfelde. Klein, aber fein – der Eichtalpark hat so einiges zu bieten: Hier kann man grillen, sich entspannen oder auf dem Kinderspielplatz eine Runde schaukeln. Hamburger WochenBlatt-Mitarbeiterin Nicole Kuchenbecker schaute sich den Park mitten im Herzen von Wandsbek genauer an.
Der Eichtalpark überzeugt nicht durch seine Größe, denn mit seinen siebeneinhalb Hektar gehört er eher zu den kleineren Grünflächen in der Hansestadt. Aber wie heißt es so schön: klein, aber oho. Denn mit seiner Sauberkeit punktet der Park. Kein Papier, keine Plastikreste und schon gar keine Überreste der letzten Grillparty sind auf den Grünflächen zu finden. Der Rasen ist gemäht. Hier mag man gern sein Handtuch rausholen und sich in die Sonne legen.
Ein bisschen Kunst wird einem auch noch geboten: Auf der Wiese steht die Skulptur „Die Welle“ von A. +M. Boltze. Große rote, ovale Wellen laden zum Erkunden ein. Dass die Skulptur gern „begutachtet“ wird, zeigen die ganzen Farbabriebe. Schade nur, dass sie auch gern „bemalt“ wird. Da sie auf einer der großen Wiesen steht, wird die Skulptur mit Sicherheit auch als Spielgerüst dienen. Und dass, obwohl der Spielplatz nicht weit entfernt ist.
Wackeltiere
Und dieser Spielplatz kann sich sehen lassen. Vier Wackeltiere, drei Rutschen, zwei Reckstangen sowie drei kleine Häuschen, eine Kletteranlage sowie eine Drehscheibe und eine Abenteueranlage bieten Spielvergnügen für kleine und große Kinder gleichermaßen. Alle Spielgeräte sind in einem guten bis sehr guten Zustand. Auch ein kleiner Sportplatz sorgt für spielerische Abwechslung. Toll ist, dass die zwei Kletteranlagen verschiedene Schwierigkeitsgrade haben. So können sich hier auch jüngere Kinder problemlos austoben. Selbst für die Jüngsten gibt es etwas: eine große, runde Sandkiste. Hier gibt es ausreichend schattige Sitzmöglichkeiten für Eltern und sogar einen Fahrradständer. Einziges Manko: Auch hier haben die Farbenteufel zugeschlagen. Die freistehenden Spielhäuser sind mit Graffitis und Schriftzügen beschmiert.
Der Park ist ein Idyll für Besucher jeden Alters. Eine kleine Bank direkt am Wasser lädt gerade zu zum Verweilen ein. Ein paar Meter weiter gibt es sogar noch eine flachere Stelle am Ufer, von wo aus man die Enten füttern kann. Der ganze Park wirkt ruhig und harmonisch.
Wer nicht unbedingt in der Sonne liegen mag, kann sich auch unter den „Pilz“ zurückziehen. So sieht die Sitzmöglichkeit zumindest unten vom Fuße des „Hügels“ aus. Hier spenden Bäume einen natürlichen Schatten. Und man hat einen guten Ausblick auf die Liegewiese. Sie sehen aus wie weiße Laternen, sind aber nur Mess-Stationen für das Institut Geographie an der Universität Hamburg. Denn im Eichtalpark wird geforscht. Genauer gesagt handelt es sich um eine meteorologische Untersuchung, die sich mit dem Stadtklima und Grünflächen als kühlende Elemente befasst.
Grillpartys
Kühl dürfte es wohl bei den Grillpartys im Park nicht zugehen. Der Eichtalpark hat keine ausgewiesenen Grillzonen, dennoch darf man hier sein Barbecue veranstalten. Allerdings sind Einmal-Grills oder auch Boden-Grills sowie offenes Feuer nicht erlaubt.
Unser Fazit: Ein toller kleiner Park mit vielen Schattenplätzen für diejenigen, die sich nicht auf den Sonnendurchfluteten Liegewiesen tummeln möchten. Es gibt auch genügend Sitzbänke und tolle Spielmöglichkeiten für Kinder. Schwimmen kann man in dem kleinen Teich zwar nicht, aber dafür Enten füttern. Und für eine Auslaufwiese für Hunde ist auch gesorgt. Nur mit dem Auto ist der Park dann doch nicht so gut zu erreichen: Es gibt nicht ausreichend Parkmöglichkeiten. Daran kann auch eine Bushaltestelle direkt am (Haupt-)Eingang des Parks nichts ändern.

Die Test-Ergebnisse im Eichtalpark

Sonnenvergabe (eine = schlecht bis fünf = sehr gut):
Erreichbarkeit: AAAA
Parkplatzsituartion: AA
Sauberkeit: AAAAA
Bademöglichkeiten: --
Möglichkeiten der Abfallentsorgung: AAA
Grillmöglichkeiten: AAAAA

Positiv:
sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
großer Spielplatz für kleine und große Kinder
Teich, wo auch Enten gefüttert werden können
der Park ist sehr, sehr sauber

Negativ:
Spielplatz viele Spielgeräte sind leider durch Graffiti „verschandelt“
sehr schlechte Parkmöglichkeiten mit dem Auto

Gesamtbewertung (nach Schulnoten): zwei (!)

Info

Der Eichtalpark ist eingerahmt von den Straßen Bei der Hopfenkarre, Ahrensburger Straße, Kedenburgstraße sowie Waldörferstraße. Am Haupteingang des Parks „begrüßen“ zwei Sphinxe die Parkbesucher. Beide Skulpturen stehen unter Denkmalschutz. Es gibt ein Restaurant samt Biergarten gleich im Eingangsbereich. Ein Rad- und Wanderweg rundet das Angebot des Parks ab. Dieser entstand 1926 als Wandsbeker Stadtpark. Der Park bietet heute zehn unterschiedliche Eichenarten, darunter die libanesische Eiche. Der Baumbestand heute ist vielfältig und wurde größtenteils in den 1960er Jahren neu angepflanzt. Der Botanische Sondergarten grenzt an den Eichtalpark. (nk)
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