Eilbek: Bus-Unterstand steht verkehrt herum

Anzeige
Anwohner des Eilbeker Wegs ärgern sich über das gedrehte Wartehäuschen Foto: mdt

Fahrgäste ärgern sich über das gedrehte Wartehäuschen an der Haltestelle Maxstraße

Von Marco Dittmer
Eilbek
Nanu? Wo fährt denn hier der Bus ab? Sitzende Fahrgäste der Haltestelle Maxstraße am Eilbeker Weg schauen nicht wie gewohnt auf die Straße, sondern auf den Gehweg und das dahinterliegende Mehrfamilienhaus. Die Straße und ankommende Busse fahren hinter ihrem Rücken. Viele Anwohner sehen darin keinen Sinn. Haben Arbeiter hier den Bauplan falsch herum gehalten? Genau diese Frage stellt sich auch Annerose Schinke. Schon auf das Wartehäuschen hatte die Rentnerin und Anwohner lange warten müssen. „Ich habe immer wieder bei der Hochbahn angerufen. Mit gelben Zetteln habe ich auch andere Fahrgäste aufgefordert, sich ebenfalls für ein Unterstand einzusetzen“, sagt Annerose Schinke. Vor zwei Wochen war es dann soweit. Das Häuschen wurde in nur wenigen Tagen vor dem ehemaligen Hochbunker – heute zu einem Wohnhaus umgebaut – aufgestellt. Doch als Annerose Schinke zum ersten Mal nach dem Aufbau auf den Bus wartet, ist alles anders. Sie findet eine verkehrte Welt vor. „Das Häuschen steht falsch herum“, sagt die Eilbekerin. „Ich habe einer Nachbarin mit Rollator zum Bus geholfen, weil der Weg von der Sitzbank zum Bus nun weiter ist“, so Annerose Schinke. Wieder klebt sie gelbe Zettel an die neue Haltestelle. „Unser Wartehäuschen muss gedreht werden“, fordert sie jetzt darauf. Ernüchterung kommt von der Hochbahn, deren Busse dort halten: „In bestimmten Situationen, die aber in der Tat sehr selten sind, muss das Wartehäuschen sehr nah an den Fahrbahnrand. Das hätte aber die Gefahr, dass die wartenden Fahrgäste durch Spritzwasser vorbeifahrender Autos und Lkw nass gespritzt würden. Das wird so verhindert. Die transparente Gestaltung verhindert auch, dass es zu Missverständnissen kommt“, sagt Christoph Kreienbaum, Sprecher der Hamburger Hochbahn. Annerose Schinke stellt die Antwort kaum zufrieden. „Vor dem Bunkerumbau gab es hier bereits ein Wartehäuschen. Das stand genauso nahe an der Fahrbahn, war aber richtig herum“, sagt Schinke. Anwohner und Fahrgäste werden wohl auch künftig Zettel an der Haltestelle finden.

Lesen Sie auch: Wo Hamburger im Regen stehen
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
88
Markus Pöstinger aus Dulsberg | 09.11.2016 | 16:47  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige