Eilbek wächst

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Für Rainer Schünemann (SPD) und Susanne Zechendorf (GRÜNE) ist das Eckgrundstück Schellingstraße/Maxstraße ideal für den Wohnungsbau. Foto: Bätz

Wohnungsbaupläne werden öffentlich ausgelegt

Von Hubert Bätz

Eilbek. Zur Zeit bietet die Ecke Schellingstraße/Maxstraße keinen schönen Anblick. Das Grundstück liegt brach, Haus und Halle eines früheren Abbruchunternehmens stehen leer. Hinter einigen Büschen liegen ein alter Fernseher, blaue Müllsäcke und anderer Abfall. Bald können sich die Bewohner des gegenüberliegenden Hauses über eine bessere Aussicht freuen. Denn hier im Plangebiet Eilbek 13 soll ein viergeschossiger Neubau mit 90 Wohneinheiten entstehen. Um die hier geplanten Sozialwohnungen gab es im jüngsten Planungsausschuss keinen Streit, wohl aber um die Höhe des Gebäudes. Vorgesehen sind eine Klinkerfassade und vier Geschosse mit zwei Staffeln. Besonders bei der CDU wehrte man sich gegen diese Planung. Dennis Timmlau argumentierte „Wir wollen hier kein Gebäude mit solcher Massivität, es fügt sich in die Umgebung nicht ein“. Philip Buse, der CDU-Fraktionsvorsitzende befürchtet durch diesen Neubau „eine Verschattung der Umgebung. Die Anlieger wird das nicht freuen“. Bei der FDP teilte man diese Befürchtungen. Die in Wandsbek regierende Koalition aus SPD und Grünen sieht darin kein Problem. Rainer Schünemann, baupolitischer Sprecher der SPD, meint zum Standort: „Jahrelang gab es hier mitten in Eilbek eine hässliche Gewerbebrache. Ein Unding. Dies war eins der ersten Projekte, das wir als Koalition daher im letzten Jahr anpackten, um hier Wohnungsbau zu ermöglichen. Es sollen Mietwohnungen geschaffen werden, davon 30 Prozent im geförderten Wohnungsbau. Auf diese Weise fügt sich die Gebäudehöhe gut in das Umfeld ein. Die Anforderungen der notwendigen Tiefgaragenplätze werden weit über erfüllt. Eilbek wird von dieser Bebauung, die auch einen großen Anteil familienfreundlicher, größerer Wohnungen umfasst, stark profitieren.“ Die Wandsbeker Vorsitzende der Grünen Susanne Zechendorf sieht noch weitere Vorzüge der Bebauung hier: Aus ihrer Sicht ist das Grundstück an der Ecke Maxstraße/Schellingstraße prädestiniert für Familien. „Eilbek ist ein sehr lebendiger Stadtteil mit vielen Grünanlagen und einer guten Infrastruktur“, sagt Zechendorf. Die U-Bahn sei fußläufig erreichbar und entlang des Eilbekkanals mache es inzwischen sogar Spaß, mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren. Die Kritik an der geplanten Bauhöhe könne sie nicht nachvollziehen. Zechendorf: „Trotz der zwei Staffelgeschosse wird sich das Gebäude aus unserer Sicht gut in das Umfeld einfügen. Besonders freue ich mich, dass auf dem Dach eine Solaranlage installiert werden soll. Diesem Wohnungsbauprojekt stimmen wir gerne zu!“ Am Schluss war auch die LINKE dabei. Alle drei Fraktionen stimmten gegen FDP und CDU für die öffentliche Auslegung des Bauplanes. Damit können nur Nachbarn des künftigen Bauvorhabens noch Änderungen am Bauplan erreichen. (hbz)
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