Eilbekerin will Bierministerin in Berlin werden

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Esther Isaak de Schmidt-Bohländer und Mitstreiter Foto: wb

Dolmetscherin und Bierverkäuferin will für den Bezirk Wandsbek in den Bundestag einziehen

Eilbek/Wandsbek Sie will in den Deutschen Bundestag. In Berlin möchte sich die Dolmetscherin und Bierverkäuferin für den Bezirk Wandsbek, für Hamburg und für eine vernünftige Bierpolitik einsetzen. Die Kandidatin heißt: Esther Isaak de Schmidt-Bohländer. Sie ist 52 Jahre alt. Bei den Bundestagswahlen 2017 im kommenden Spätsommer wird sie für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, kurz: „Die Partei“ antreten. Die Inhaberin eines Biergeschäftes in Eilbek kandidiert als Direktkandidatin im Wahlkreis Wandsbek. Aussichtslos ist das Vorhaben nicht. „Die Partei“ möchte mit Spaß und Satire das zähe politische Geschäft ein wenig menschlicher gestalten. Gegründet wurde „Die Partei“ am 2. August 2004 vom Journalisten Martin Sonneborn mit Redakteuren der Satirik-Zeitschrift „Titanic“. Dem Vorsitzenden der „Partei“ gelang es, 2014 als Abgeordneter in das Europaparlament gewählt zu werden. Die Parteimitglieder nennen ihn „GröVaZ – Größter Vorsitzender aller Zeiten“. Esther Isaak de Schmidt-Bohländer wurde in Paraguay geboren. Dorthin waren ihre Großeltern nach dem Ersten Weltkrieg ausgewandert. Ihre guten Sprachkenntnisse ermöglichten es ihr, ein Stipendium in Deutschland zu bekommen. Seit 1986 lebt sie im Bezirk Wandsbek, zunächst als Dolmetscherin. Vor elf Jahren eröffnete sie einen Bierladen in Eilbek. Dort verkauft sie Biere aus über 40 verschiedenen Ländern.

Pläne für Wandsbek


Ein Ziel der „Partei“ für Hamburg: Der Einsatz von Zeppelinen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Im Programm der „Partei“ heißt es: „Dafür müssten auch neue Berufe geschaffen werden, zum Beispiel der Zeppelinanschubser und der Zeppelinbremser. Die Arbeitslosenquote sinkt dadurch auf minus 0,6 Prozent. Wir werden somit Arbeitslose aus dem Ausland anwerben müssen.“ In Wandsbek möchte Esther Isaak de Schmidt-Bohländer eine „Altstadt“ errichten. Dazu gehört die Einrichtung einer weitgehenden Fußgängerzone bis nach Altona. An der Wandse soll es wieder eine Blutegel-Aufzuchtstation geben. Außerdem sollen Zeppelin-Landeplätze auf allen Shisha-Bars gebaut werden. Keinen Spaß versteht die „Partei“-Kandidatin bei illegalen Autorennen auf Wandsbeker Straßen. „Da muss eingeschritten werden“, findet sie. In Berlin will sie sich für besseres deutsches Bier stark machen. Dafür plant sie die Einrichtung eines Bierministerium. „Gerne mit mir an der Spitze“ kündigte sie auf ihrer Wahlkreisversammlung an. Um im Wahlkampf antreten zu dürfen, benötigt sie 200 Unterschriften von wahlberechtigten Wandsbeker Bürgern. Die muss sie bis zum Mai vorlegen. Und danach freut sie sich auf heiße Wahlkampfdiskussionen mit neuen verrückten Ideen für die Entwicklung ganz zum Wohle von Wandsbek. (Je)
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