„Ein erfolgreiches Modell“

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Luftballons künden von dem großen Ereignis Foto: rg

40 Jahre Erziehungshilfe: Rund 1000 Familien im Jahr werden beraten

Von Rainer Glitz
Hohenhorst
Ein Drehorgelspieler begrüßt die Gäste, über einen roten Teppich geht es ins Haus am See zum Sektempfang. Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und die Eltern beraten: Das sei seit 40 Jahren der Ansatz, erläutert Torsten Höhnke, Geschäftsführer von Erziehungshilfe e.V., dabei werde die ganze Familie mit einbezogen. „An den Auffälligkeiten der Kinder, etwa in der Schule, hat sich wenig geändert. Aber die Fälle sind schwieriger geworden, bis in den Grenzbereich zur Kindeswohlgefährdung“, sagt Höhnke. Hintergrund sei oft die Belastung der Familien durch Arbeitslosigkeit oder drohenden Verlust der Wohnung. Die Beratung könne dabei nach einem Gespräch beendet sein oder eineinhalb Jahre dauern.

Stetig gewachsen


Ausgangspunkt von Erziehungshilfe war 1976 eine pädagogisch-psychologische Praxis in Meiendorf. In einem Pavillon in der Potsdamer Straße in Hohenhorst begann dann die Arbeit. 1992 brannten die Räume komplett aus und wurden mit Spendengeldern wieder aufgebaut. Auch Finanzprobleme konnten die Entwicklung von Erziehungshilfe nicht verhindern. „Wir sind organisch gewachsen und zukunftsorientiert – ein erfolgreiches Modell“, sagt Torsten Höhnke. Heute sind 41 Mitarbeiter an fünf Standorten in Rahlstedt, Bramfeld, im Alstertal und in Altona im Einsatz. Zu den Angeboten für Familien, Geschiedene sowie Schwerhörige und Gehörlose kam schließlich auch noch das Management des Hauses am See dazu. Rund 1.000 Familien werden hier pro Jahr beraten – und das kostenlos. „Es ist schön zu sehen, dass neue Angebote integriert wurden“, sagt Kurt-Werner Mosert, Vorstandsvorsitzender von Erziehungshilfe. Er dankt den Mitarbeitern für ihre gute Arbeit. Lob kommt auch von Thomas Ritzenhoff: „Sie waren immer ein verlässlicher Partner“, erklärt der Wandsbeker Bezirksamtsleiter. Beim Projekt Haus am See hätten alle viel gelernt. Es sei die richtige Entscheidung gewesen: „Ein Schlüsselprojekt für die Stadtteilentwicklung in Hohenhorst“, so der SPD-Politiker. „Sie sind bereit, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen“, lobt Joachim Speicher, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg. Erziehungshilfe e.V. habe auch 40 Jahre erfolgreich in dem Sozialverband mitgewirkt. Im Foyer des Hauses am See wird noch sechs Wochen lang eine Ausstellung zur Geschichte von Erziehungshilfe gezeigt.
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