Ein „Heim“ für Adebar

Anzeige
Hamburgs Storchenvater Jürgen Pelch und das Rahlstedter NABU-Mitglied Werner Jansen bereiten hier die Unterlage für das Storchennest vor. Foto: hbz

Auf Höltigbaum wurde ein Nest errichtet

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Am vergangenen Montagmorgen herrschte wegen des Morgennebels kein Flugwetter für Störche, vielleicht hätten sie sich sonst dafür interessiert, was auf einer Wiese im Stellmoorer Tunneltal in Rahlstedt passierte.
Hier steht nämlich seitdem eine bezugsfertige Immobilie für ein Storchenpaar und ihren Nachwuchs bereit. NABU-Mitglied Werner Jansen wagt den Versuch, Störche wieder in Rahl-stedt heimisch zu machen. Der Heimatforscher hat im Archiv des Kulturvereins Rahlstedt Hinweise dafür gefunden, dass es bis in die dreißiger Jahren Störche in Rahlstedt gab.
Der Hamburger Storchenvater Jürgen Pelch aus Kirchwerder unterstützt den Versuch Jansens. Die Voraussetzungen auf dem Höltigbaum sind gut, es gibt einige feuchte Wiesen im Besitz der Stadt Hamburg, einige Tümpel und Gewässer, die zum Teil als Ausgleichsmaßnahmen von der Bahn beim Brückenbau Dassauer Weg angelegt wurden.
Am Montag war es nun so weit, eine Woche später als geplant, machte sich ein Tieflader mit dem vorher von 15 Meter auf 12 Meter gekürzten alten Telegraphenmast auf den Weg. Pelch brachte als Unterlage einen eigens vom Korbmacher gefertigten großen flachen Korb und eine selbst geschweißte Stahlkonstruktion mit. Im Höltigbaum unweit der Wiese warteten im Nebel schon Werner Jansen und Thomas Orth auf den Storchenvater und Baggerfahrer Dieter Schröder. Dann ging es los.
Erst hieß es den Bagger vom Tieflader fahren, den Mast in die richtige Lage hieven, damit Stahlkonstruktion und künftiges Nest daran befestigt werden konnte. Das Aufstellen des imprägnierten Mastes, samt Korb und Polsterung aus japanischen Gräsern ging schneller als gedacht. Der Bagger hob eine Grube von fast anderthalb Metern aus, ließ den Mast langsam hinein gleiten, die Schaufel drückte links und rechts die ausgehobene Erde fest. Einige Korrekturen und etwas Handarbeit noch, die Immobilie stand„sturmfest.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige