Ein kleines Geschenk für FaTi

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Chrisgifta, Natalja, Julius, Daniel haben selbstgemachte Marmelade und Konfekt für die Lebensmittelausgabe mitgebracht Foto: Grell

Katholische Schule unterstützt „Farmsener Tisch“ / Lebensmittelausgabe stark gefragt

Von Karen Grell
Farmsen. Erst seit November des vergangenen Jahres hat Farmsen in den Räumen der Jugendfreizeitlounge eine eigene Lebensmittelausgabe und schon sind mehr als 100 bedürftige Menschen registriert, zehn weitere stehen auf der Warteliste. „Die Nachfrage hier in praktisch explodiert“, sagt Brigitte Friedrich vom Bürgerverein, der mit dem Sozialwerk das Projekt unterstützt. Zusammen mit der evangelischen Kirche und Pastor Wippermann wurde mit dem „Farmsener Tisch“ (FaTi) ein Ort geschaffen, an dem Menschen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, eine Anlaufstelle haben und kostenlos gespendete Lebensmittel erhalten. Gerade einmal einen Euro pro kompletten „Einkauf“ müssen die Anwohner mitbringen, die hier Hilfe in Anspruch nehmen.
Angebot optimieren
Schon zwei Stunden vor der Öffnung um halb eins bilden sich Schlangen vor der Ausgabestelle am Berner Heerweg. Gespräche entstehen und die ersten Blicke durch das Fenster fallen auf die Angebote des Tages. Mehl, Nudeln und Tomatensoßen in Dosen sind dabei, heute auch Schokolade und immer wieder jede Menge Brot und Brötchen. „Was uns fehlt ist frisches Gemüse und Obst“, betont Brigitte Friedrich, die das Angebot an Lebensmitteln noch optimieren möchte. Wer nicht viel Geld hat, der soll sich dennoch gut ernähren können. Gespendet werden die Lebensmittel, die in den Geschäften nicht mehr verkauft werden, weil ihr Verfalldatum kurz bevorsteht oder die Produkte, die aussortiert wurden, weil die Verpackung beschädigt ist oder der Artikel im eigenen Laden nicht mehr läuft. Ist auch nur eine einzige Apfelsine in einem Netz mit zehn Stück verdorben, landet in den Supermärkten das komplette Sortiment im Mülleimer. „Eine große Verschwendung“, meinen die ehrenamtlichen Helfer vom Farmsener Tisch, die das heraussuchen, was noch essbar ist.
Kinder spenden auch
Unterstützt wird die Lebensmittelausgabe aber nicht nur von vielen Ehrenamtlichen, sondern immer wieder auch von Kindern aus dem Stadtteil. Kürzlich gab es eine Spende von der katholischen Grundschule, die Konfekt gebacken und Marmelade eingekocht hatte.
„Eine tolle Überraschung“, lobte Brigitte Friedrich begeistert das Engagement der Kids. Nur dann, wenn ein ganzer Stadtteil zusammenhalte, könne ein Projekt wie der Farmsener Tisch überhaupt zustande kommen. „Die Leute, die nicht so viel Geld haben, sollen sich doch auch freuen können“, findet Daniel und zeigt stolz die Tüten mit Karamell-Bonbons, die er selber hergestellt und nett verpackt hat. Mit vollen Tüten und einer selbstgemachten Quittenmarmelade und Konfekt im Gepäck war dieser Mittwoch in der Lebensmittelausgabe Farmsen dann ein ganz
spezieller Tag.
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