Ein Neubau für zwei Schulen

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Die Arbeiten auf dem Gelände des Gymnasiums haben begonnen Foto: wb

Gymnasium und Stadtteilschule teilen sich ab 2016 Mensa und neue Räume

Von Rainer Glitz
Oldenfelde
Wo bislang die Stellplätze für die Schülerfahrräder und die Lehrerautos waren, gibt es nur noch Sand und Bauschutthaufen. Das Häuschen des Fahrradwächters ist abgerissen, ein Bagger arbeitet auf der Baustelle an der Birrenkovenallee. Hier entsteht die gemeinsame Mensa für das Gymnasium und die angrenzende Stadtteilschule Oldenfelde. Ein erster Entwurf erwies sich im Mai vergangenen Jahres als zu teuer, es kam zum Baustopp und zur Neuplanung. „Jetzt geht es endlich los, es wurde auch Zeit“, freut sich Ralf Stolle, Leiter der Stadtteilschule. „Auch wir freuen uns auf die Mensa, auch wenn die Not bei uns nicht so groß ist“, ergänzt Henning Sievers, Leiter des Gymnasiums.
Denn es entstehen nicht nur eine Küche und viel Platz zum Essen im Erdgeschoss, sondern auch sechs Unterrichtsräume und ein Studienzentrum für die Oberstufe im ersten Stock. „Ich brauche diese Räume dringend“, sagt Ralf Stolle. Es soll hier künftig Bücher, Computer und Gruppenarbeitsplätze geben. „Die Oberstufenschüler sollen im Studienzentrum Freistunden nutzen, um selbständig zu arbeiten“, erklärt Henning Sievers. Wohlgemerkt: Schüler beider Oberstufen. Auch die Mensa, die für 1.200 Schüler ausgelegt ist, wird gemeinsam genutzt. Von den 700 Stadtteilschülern essen derzeit etwa 150 in der Aula: Ein beengtes Provisorium. Am Gymnasium werden für die 900 Schüler täglich 200 bis 450 Mahlzeiten ausgegeben, viele Schüler müssen in der kleinen Aula im Stehen essen. In der künftigen gemeinsamen Mensa wird das Essen von einem professionellen Koch frisch zubereitet, erste Bewerber haben sich bereits gemeldet. Doch auch die Kochmütter am Gymnasium Oldenfelde sollen weiterhin helfen – um die Preise niedrig zu halten.
An der Fläche ändert sich durch die neuen Baupläne übrigens nichts. „Es ist weniger Design bei gleicher Funktionalität“, erläutert Ralf Stolle. Und auch die Nachbarn können die beiden Schulleiter beruhigen. Es wird keinen repräsentativen Eingang zum neuen, eher unauffälligen Gebäude geben und auch keine öffentlichen Veranstaltungen. „Es gibt nur eine schulische Nutzung“, verspricht Henning Sievers. Schwerpunkt ist das Schulessen, es können aber auch Abiturfeiern stattfinden. Um Konflikte zwischen Gymnasiasten und Stadtteilschülern zu vermeiden, gibt es eine Arbeitsgruppe, die Regeln erarbeitet.
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