Ein Oskar für Jennifer

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Jennifer Karimian, 17, organisiert gerade den AfriCup, ein Benefiz-Fußballturnier für das Dorfschulen-Projekt im Senegal Foto: jk/wb

Schülerin aus Rahlstedt für ihr Afrika-Engagement ausgezeichnet

Rahlstedt. Jennifer Karimian ist mit dem Hamburger Sozial-Oskar in Gold ausgezeichnet worden. Die 17 Jahre alte Schülerin des Gymnasiums Rahlstedt überzeugte die Jury mit ihrem Engagement für das Senegal-Projekt ihrer Schule. Die junge Frau hatte sich bereits vor drei Jahren aktiv Spenden für die Renovierung eine Mädchenheims in Fatick, einer Provinzstadt in Sengal gesammelt. Mitfahren konnte sie damals nicht, weil sie noch zu jung war. Nun hat das Gymnasium ein neues Projekt in dem afrikanischen Land in Angriff genommen: Eine Dorfschule soll mit Solarenergie aufgerüstet werden. Hierbei ist Jennifer federführend, wenn es um die neue Planung und das Beschaffen von Spendengeldern geht. Im Moment organisiert sie zum Beispiel ein Benefiz-Fußballturnier, den AfriCup, kontaktiert Firmen und Institutionen, um diese als Sponsoren zu gewinnen, motiviert ihre Mitschüler auch aktiv zu werden und hält die ganze Gruppe zusammen. Dass die 17-Jährige trotz des nahenden Abiturs sehr viel Zeit in das Projekt investiert, hat die Jury stark beeindruckt. „Trotz ihrer schulische Verpflichtungen, ist sie unermüdlich im Einsatz. Dabei hat sie immer im Blick, die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern. Sie übernimmt damit Vorbildfunktion für alle Jugendlichen, nicht nur in ihrer Schule“, hieß es zur Begründung bei der Verleihung der Sozial-Oskars gestern Abend im Hotel Grand Elysée.
Anerkennung
Der Hamburger Sozial-Oskar wird seit vier Jahren an junge Menschen verliehen. „Ziel der Auszeichnung ist, den Jugendlichen für ihr Engagement die Anerkennung zu geben, die sie verdienen“, sagte der Initiator, Verleger Wolfgang E. Buss. Eine prominente Jury sowie namhafte Laudatoren, darunter in diesem Jahr unter anderem Sänger Roger Cicero, NDR-Intendant Lutz Marmor oder auch Model und Schauspielerin Mirja du Mont, wählen aus allen Einsendungen die Finalisten für die drei Kategorien Gold (1000 Euro), Silber (750 Euro) und Bronze (500 Euro). Gestiftet wird der Preis von der Hamburger Sparkasse. Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang war spontan von der Idee begeistert und unterstützt den Sozial-Oskar seit Jahren.
Bis Ende August konnten sich Jugendliche ab dem Alter von 13 Jahren bewerben. Auch Eltern, Lehrer, Freunde oder Einrichtungsleiter konnten Vorschläge machen. Von den zahlreichen Einsendungen wurden drei Finalisten und ihre Projekte ausgewählt und gestern Abend beim „Hamburger Herbstempfang“, zu dem Buss jährlich Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Showbiz und Medien verliehen.
Der Sozial-Oskar in Silber ging an zwei 15-jährige Schüler vom Heinrich-Heine-Gymnasium in Poppenbüttel als Schirmkinder der 5. Hamburger Klimawoche, den Oskar in Bronze erhielten Schüler der Elbschule Hamburg für ihre Kindernachrichten in Gebärdensprache. (wb)
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