Ein Tagebuch in Bildern

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Mohammed Hijazi und Jan Scheper, sein Betreuer im Jugendclub Mittendrin, der bei der Organisation der Ausstellung half Foto: rdm

Junger Syrer stellt im Bezirksamt Wandsbek seine Zeichnungen aus

Meiendorf/Wandsbek Das Bezirksamt Wandsbek lädt ein zur Vernissage „Ankunft – Leben – Freiheit“ von Mohammed Hijazi. Der 17 Jahre alte syrische Jugendliche ist vor eineinhalb Jahren mit seinen Eltern und zwei Brüdern aus seiner Heimat geflüchtet. Nach schwierigen Zwischenstationen war Hamburg ihr Endziel.
Mohammed hat in Syrien keine Kunstschule besucht, sondern das Malen und Zeichnen und seine Fertigkeiten autodidaktisch entwickelt. Er nutzt vor allem Bleistift und Papier. Zeichnen ist für ihn vergleichbar mit Tagebuch schreiben. Es drängt ihn, sich zeichnerisch mit seinem Leben in Syrien, den Erlebnissen auf der Flucht, aber auch mit den positiven Erfahrungen hier in Deutschland auseinanderzusetzen. Deshalb zeichnet er vor allem Motive, die ihn bewegen, zum Beispiel bekannte Pressemotive, wie das tote Flüchtlingskind Alan Kurdi, aber auch Portraits von ihm bekannten Personen sowie Tiere.
In ihrer neuen Heimat Hamburg ist die Familie bereits gut angekommen. In eineinhalb Jahren will der junge Mann die mittlere Reife erwerben und Ingenieur werden. Mohamad und seine Brüder besuchen den Jugendclub Mittendrin, der von der Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde getragen wird. Seine Mutter hat die Verantwortung für den neuen Nachbarschaftsgarten des Jugendclubs übernommen. Mohamad hat dort seine Bilder erstmalig ausgestellt. Das Jugendclub-Team hat dem jungen Künstler auch bei der Organisation der neuen Ausstellung geholfen. (rdm)

Vernissage am kommenden Dienstag 4.Juli, 16 Uhr im Bezirksamt Wandsbek an der Schloßstraße 60 (Ausstellungsfläche im 2.Obergeschoss). Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff hält die Laudatio
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