Ein Turm aus Papier

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Konzentration beim Turmbauversuch - die zukünftige Siegergruppe v.l. Franz, Jannis, Joscha (oben), Rapisan. Fotos: rdm

MINT-Tag am Gymnasium Oldenfelde

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt. Mit Begeisterung stürzen sich die Schüler der Klasse 5 c von Lehrerin Angela Niedenführ am Gymnasium Oldenfelde an die Lösung der Aufgabe am 1. Hamburger MINT Tag: Der hamburg-weite Konstruktionswettbewerb fordert, innerhalb von 30 Minuten aus 50 DIN A4 Blättern einen maximal hohen Turm zu bauen – mit Schere und Klebstoff als Hilfsmittel. Nach den ersten Einstürzen soll der Basissockel aus zwei oder drei Röhren bestehen? Kann man eine Basisröhre mit einer Halterung an der Bodenplatte befestigen? Wer setzt die Rohrelemente auf? Am Ende siegt die Gruppe Franz, Joscha, Jannis, Rapisan mit stattlichen 2.30 Metern. Das von Angela Niedenführ aufgenommene Foto wird sofort an die Projektleitung transferiert. Die Höhe ist durchaus beachtlich in den Ergebnissen des landesweiten Wettbewerbs.
Sechs GyOld Klassen mit rund 150 Schülern beteiligen sich. MINT ist das Kürzel für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Dieser MINT Tag soll den Schülern mit Vorträgen, Experimenten und dem Konstruktionswettbewerb zeigen, wie spannend, faszinierend, ja begeisternd die Beschäftigung mit diesen Fächern sein kann. Ein Turmbau aus DINA4Blättern scheint eher spielerisch, denn technisch zu sein. Und doch machten die Schüler von Klasse 5 -10 die Erfahrung, dass auch für einen Papierturmbau Technikereigenschaften gefordert sind: Lösungsorientiertes Nachdenken vor Arbeitsbeginn, äußerste Sorgfalt im Detail, Konzentration während des Turmbaus, Teamarbeit. Der erste Hamburger MINT Tag ist ein Projekt der im MINT FORUM verbundenen Partner: die Stiftungen Joachim Herz, Körber, Nordmetall und Schulbehörde. Ihnen geht es darum, die Schüler bei der zukünftigen Berufswahl auf diese Fächer aufmerksam zu machen.
50 Schulen mit 71 Klassen, Kursen und 16 000 Schülern nahmen am MINT Tag teil. Der zweite Teil des MINT Tages am Gymnasium Oldenfelde: In der Pausenhalle zeigte Dr. Sebastian Schroeter von der Sternwarte Bergedorf im Beamer zunächst den 5. Klassen, später 4. Klassen umliegender Grundschulen den „Aufbruch zu fremden Welten“ mit Space Shuttles und Raumstationen. Dann ließ er sie durch das „Galileische Fernrohr“ ins Universum blicken - aufregende Fotos von der Sonne mit ihren Eruptionen, vom Jupiter mit seinen Monden, vom erdähnliche Planeten Gliese 876 D – 20 Lichtjahre von der Erde entfernt. In anschließenden Workshops konnten die Schüler aus einer Bastelvorlage ihr eigenes Fernrohr bauen - auch dies eine Aufgabe, die leichter schien als sie tatsächlich war. Der erste Blick durch das eigene Fernrohr belohnte die kleinen Konstrukteure. Weshalb nahm Gymnasium Oldenfelde am 1.Hamburger MINT Tag teil? Nach Schulleiter Henning Sievers ist der Tag für die Lehrer eine willkommene Gelegenheit, ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Gymnasium Oldenfelde möchte im nächsten Schuljahr einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt in den 5. Klassen einrichten.
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