„Ein zweites Zuhause“

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Regine Matthes, vom Bezirksamt Wandsbek und Thomas Zimmermann, der Leiter im Haus der Jugend, freuen sich jeden Tag über durchschnittlich 100 Besucher im HDJ Foto: Grell

50 Jahre Haus der Jugend Hohenhorst: Verständnis zeigen ohne Druck

Von Karen Grell
Hohenhorst
Das Haus der Jugend in Hohenhorst liegt etwas versteckt hinter dem großen Einkaufszentrum. Die Jugendlichen aus dem Stadtteil kennen es trotzdem und nutzen die Räume die ganze Woche über – inzwischen ist es schon seit 50 Jahren der Ort, an dem sie ihre Freizeit verbringen. „Offiziell können hier Kinder von sieben Jahren an bis zu Erwachsenen bis 27 kommen“, erklärt Thomas Zimmermann, der Leiter der Einrichtung. Bei knapp einhundert Besuchern am Tag liegt das Durchschnittsalter aber deutlich unter der Obergrenze. Thomas Zimmermann leitet das HDJ seit September 1995 und hat hier viele Geschichten erlebt. Das große Jubiläum will er im kleinen Rahmen mit Ehemaligen feiern. Für die Besucher gibt es an diesem Tag neben den üblichen Dankesreden auch eine Führung durch das Haus und für die Kinder und Jugendlichen eine Party. Genutzt werde das Haus der Jugend nach dem Motto „Je schlechter das Wetter, umso schneller ins HDJ“, sagt Zimmermann. Heute ist das HDJ mit vielen großen Gruppenräumen, in denen Billard und Tischkicker gespielt werden kann, gut aufgestellt und auch der sonnige Innenhof wird gern zum Grillen und Chillen in Gebrauch genommen. „Hier ist alles möglich“, so der Einrichtungsleiter, der eigentlich Grund- und Hauptschullehrer ist. „Man kann einfach nur eine Cola trinken und sich mit Freunden treffen oder auch über seine persönlichen Anliegen reden und Unterstützung bekommen.“ Das unterscheide das HDJ auch ein wenig von der Schule meint Zimmermann, der mit den umliegenden Bildungseinrichtungen kooperiert, aber sicher ist, dass es auch einen Raum für die Probleme der Jugendlichen außerhalb von Schule und Elternhaus geben muss: „Wir sind eben für manche wie ein zweites Zuhause, wie eine zweite Familie und manches Mal sogar eine Ersatzfamilie“. Im Haus der Jugend geht man ein und aus, ohne jemandem Rechenschaft ablegen zu müssen. „Wir müssen unsere Angebote so attraktiv gestalten, dass die jungen Leute kommen, die Schule ist soundso da.“ Wer einfach nur zu einem Kurs vorbeikommen möchte, zum Töpfern beispielsweise, der könne das HDJ auch nur sporadisch nutzen. „Die Türen stehen allen Jugendlichen offen“. Die Themen in Sachen Jugendarbeit haben sich in den letzten 50 Jahren kaum verändert, so Zimmermann. Die größte Sorge sei immer die Finanzierung gewesen. Heute kann der Leiter des Hauses aber behaupten, dass zumindest Jenfeld gut versorgt ist und auch die Kooperationen perfekt klappen. Zum Haus der Jugend kommt man freiwillig, „wir halten keinen fest.“

50 Jahre Haus der Jugend Hohenhorst, 29. April, ab 14 Uhr, Grußworte, Tag der offenen Tür und Party am Dahlemer Ring 3 a. Telefon 673 12 62
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