Einbruch nach Rollläden-Abbau in Farmsen

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Marlis Busecke (l.) und Jutta Bartsch. Sie montierte die Außenrollläden ab. Jetzt wurde bei ihr eingebrochen Foto: kg

Opfer sind verärgert über Genossenschaft der Reihenhaussiedlung in der Swebenhöhe

Farmsen Eigentlich wohnt es sich in der kleinen 50er-Jahre-Reihenhaussiedlung in der Swebenhöhe in Farmsen recht idyllisch. Mit kleinen im Sommer blühenden Vorgärten und einem relativ großen Stück Grün hinter den schmucken Häuschen, haben sich die Anwohner ein kleines Paradies am Hamburger Stadtrand erschaffen. Immer wieder gab es in der Siedlung aber auch Ärger um Kleinigkeiten. Zum Beispiel um die Farben der Markisen, die nach den Sanierungsarbeiten der letzten Jahre einheitlich gestaltet werden sollten. Jetzt ist es aber doch ein wenig härter gekommen: Bei Marlis und Olaf Busecke in der Swebenhöhe wurde eingebrochen. „iPad, Handys, der neue Fernseher, Schmuck und Geld sind weg“, sagt Marlis. Besonders ärgerlich sind die Mieter, die hier seit 17 Jahren zuhause sind darüber, dass der Einbruch nach der von der Genossenschaft geforderten Entfernung der Außen-Jalousien stattfand. „Wir haben uns zunächst geweigert, die Rollläden für den neuen Anstrich des Hauses zu entfernen, weil wir sie im Anschluss nicht wieder neu installieren sollten“, sagt die Fünfzigjährige, die nach langem Hin- und Her mit der Mietergenossenschaft Farmsen (mgf) dann aufgegeben hat und die Rollläden entfernte. „Wir haben lange mit der Genossenschaft diskutiert, weil uns die Jalousien als Schutz wichtig waren, hatten dann aber irgendwann nicht mehr die Nerven und haben nachgegeben.“ Marlis und Olaf Busecke steckt der Schock noch in den Knochen, denn immerhin hatten sie während des Vorfalls in der oberen Etage friedlich geschlafen. Nach dem nächtlichen Überfall hat die Mietergenossenschaft jetzt bruchsicheres Glas im Untergeschoss installiert und Tür- und Fensterriegel angeboten. „Die Rollläden waren einfach perfekt gegen Einbruch“, sagt auch Nachbarin Jutta Bartsch. Sie hat nicht nachgegeben und ihre Außenjalousien hängen lassen. Beim Denkmalschutzamt nachgefragt erhielt sie die schriftliche Bestätigung, sie müsse erst bei Auszug oder Neuvermietung die Jalousien entfernen. „Zur Strafe wird meine Fassade jetzt grau gelassen und erhält keinen neuen Anstrich“, sagt Jutta Bartsch. Dem Fensterriegel, die für einen Materialpreis von 20 Euro von der Mietergenossenschaft angeboten werden, steht das Ehepaar Busecke skeptisch gegenüber. „Bei einem sanierungsbedingten Abbau von mietereigenen Rollläden haben wir die Fenstersicherungen auch ohne Zuzahlung der Mieter angebracht“, erklärt Janet Gripp von der mgf. Kein Trost für das Ehepaar Busecke. Beide wünschen sich „mehr individuellen Umgang mit den Anliegen der Bewohner“. (kg)
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