„Eine lösbare Aufgabe“

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Rund 180 interessierte Anwohner waren in die Schule an der Seebek gekommen Foto: Hertel

Bald 100 Flüchtlinge im Moosrosenweg: 180 Bramfelder kamen zur Info-Veranstaltung

Bramfeld Eine „überwiegend freundliche Stimmung. Die Nachbarschaft ist nicht grundsätzlich ablehnend“, registrierte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jens Schwieger bei der Vorstellung der geplanten Flüchtlingsunterkunft am Moosrosenweg. Vertreter des Bezirksamtes, der Behörde für Arbeit und Soziales („BASFI“), des Unterkunftbetreibers „Fördern & Wohnen“ sowie des Energieunternehmens Vattenfall als Eigentümer der betreffenden Fläche informierten rund 180 Personen in der Schule an der Seebek. Wie berichtet, sollen etwa ab März in einer Folgeeinrichtung rund 100 Flüchtlinge auf dem Gelände des Vattenfall-Bildungszentrums in drei Containern sowie einer alten Villa an der Bramfelder Chaussee untergebracht werden. Letzteres Gebäude wird bereits von einer 17-köpfigen syrischen Familie bewohnt. In den drei jeweils zweigeschossigen Einheiten können pro Container 28 Personen wohnen.

70 Helfer gemeldet


Neben dem Gelände stellt Vattenfall auch noch einen Gruppenraum für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer mietfrei zur Verfügung. Anwohner und Helfer gaben zu bedenken, dass es in der näheren Umgebung kaum Spielflächen gebe. An den Außenanlagen plant „Fördern & Wohnen“ derzeit noch, hieß es. Es sollen Tische und Bänke sowie Spielflächen für Basketball und Tischtennis entstehen. Allerdings vorerst nur bis Mitte 2017. Laut Eric Laugell (Bezirksamt) sind im abgelaufenen Jahr rund 40.000 Flüchtlinge nach Hamburg gekommen, von denen mehr als 18.000 auf andere Bundesländer verteilt wurden. Zum Ende dieses Jahres
rechnet die Hansestadt insgesamt mit knapp 80.000 Flüchtlingen in Hamburg. Rund 40.000 Plätze seien 2016 noch einzurichten. Nach Information von Schwieger haben sich inzwischen in Bramfeld rund 70 ehrenamtliche Helfer zusammengefunden. Auch der CDU-Bezirksabgeordnete Philipp Hentschel bezeichnete die Atmosphäre des Informationsabend als „sehr sachlich“: „Das ist hier eine lösbare Aufgabe für alle Beteiligten.“ (tel)
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