„Eine Schule altert nicht“

Anzeige
Der Eingang des Gymnasiums Meiendorf heute Foto: rdm

Gymnasium Meiendorf feierte 50. Geburtstag

Von Reinhard Meyer
Meiendorf/Rahlstedt
50 Jahre Gymnasium Meiendorf: Mit gelassener Freude feierten Lehrer, Schüler, Eltern, Ehemalige dies besondere Jubiläum in ihrer Schulgeschichte. Hier muss nichts bewiesen werden – man weiß, es steht gut um die Schule. „Eine Schule altert nicht wirklich, sie bleibt immer jung- mit den nachwachsenden Generationen“, sagte Schulleiterin Marie-Luise Stehr in ihrer Grußrede. Jungsein bedeutet immer wieder neue, eigene Wege gehen – dies scheint durch die Jahre das antreibende Motto der Schule gewesen zu sein.
Gegründet 1966 als Ableger des Walddörfer Gymnasiums, war sie bis zum Bezug des eigenen Schulgebäudes 1968 Gast in der Schule Kamminer Straße. Ab 1970 mussten die Schüler nicht mehr aufstehen, wenn der Lehrer zu Unterrichtsbeginn die Klasse betrat. Die Schule bekam ein Sprachlabor und entwickelte durch Schüleraustauschprogramme mit Einrichtungen in Frankreich, England, USA und Spanien motivierende Formen des Fremdsprachenerwerbs. Mit der Einführung der reformierten Oberstufe 1976 wurden die Schüler in Eigenverantwortung für ihren Bildungsweg genommen. Musikbegeisterte und begeisternde Musiklehrer gründeten ein Schulorchester. Der Schulverein ermöglichte mit seinen Beiträgen die Anschaffung von weiteren Musikinstrumenten. Heute gibt es ein großes, gut besetztes Schulorchester, eine überregional bekannte Bigband, mehrere Schulchöre und Klassenorchester – Musik ist ein anerkannter pädagogischer Schwerpunkt des Gymnasiums Meiendorf. 1975 gründete die erste Kochmüttergeneration die Schulküche – soweit bekannt die erste in Hamburg. Sie wurde damit zum Impulsgeber für andere Schulen. Seit Mitte der 90iger Jahr – ein weiteres Markenzeichen für das Gymnasium Meiendorf: Die Einrichtung des „MUNOH Projektes – Model United Nations of Hamburg“. Schüler simulieren die parlamentarische Arbeit der UNO in Comitees und General Assembly nach ihren strengen Regeln - mit internationaler Beteiligung von Schulen in Europa. Um Jahrtausendwende stellte die Behörde aufgrund der maroden Schulgebäude die Zukunftsfrage des Gymnasiums. Mit forciertem und mitfinanziertem Neubau der Mehrzweck-Aula nötigte die Elternschaft die Behörde zum Umdenken – die Schule wurde saniert. Etwa 1.000 Schüler werden heute von mehr als 75 Lehrkräften unterrichtet. „Die Schule hat in den letzten 20 Jahren einen Quantensprung in der Qualitätsentwicklung erfahren“, so Günter Böhmert, ehemaliger stellvertretender Schulleiter.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige