EKT wird aufgefrischt

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So soll die Front des neuen EKT Spitzbergenweg zur Straße hin aussehen Visualisierung: Profilia

Einzelhandelsangebot wird erweitert. 100 neue Wohnungen

Von Martin Jenssen
Meiendorf. Seit dem Wegzug von Schlecker und Aldi herrscht Leerstand im Einkaufstreff (EKT) Spitzbergenweg in Meiendorf. Die Anwohner sprechen von einer „Geistereinkaufsstadt“. Jetzt sollen die „Geister“ vertrieben werden. Der Edeka-Konzern und die Firma Profilia mit Sitz in Porta Westfalica planen eine bauliche Umgestaltung des Einkaufstreffs in großem Stil.
Das Einzelhandelsangebot soll den heutigen Bedarfen angepasst und erweitert werden. Außerdem soll in den Obergeschossen des Neubaus Wohnungsbau entstehen. Rund 100 Wohneinheiten sind geplant. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen werden
öffentlich gefördert.
Es ist an der Zeit, dass am Spitzbergenweg etwas geschieht. Nach Schlecker und Aldi haben ein Blumenladen, ein Secondhandshop, ein Händler mit Wasserbetten, ein Imbiss und ein Ein-Euro-Laden den EKT verlassen. Dabei gäbe es bei einem größeren Angebot sicherlich Kundschaft genug aus den umliegenden Wohngebieten. Die 23 Mitglieder der Interessengemeinschaft Einkaufstreff Spitzbergenweg (EKT) freuen sich über die neue Entwicklung. „Als die Pläne bekannt wurden, haben wir sie mit einem großen ‚Hurra!‘ begrüßt“, sagt Rahim Schabani, Besitzer des Post- und Tabakladens am Spitzbergenweg. „Die Belebung ist wichtig. Voraussetzung ist natürlich, dass die Inhaber der Läden, die es hier noch gibt, in das Konzept einbezogen werden.“
„Wir waren schon am Rande der Resignation“, pflichtet ihm Carmen Dunkel von „Carmen‘s Haarstudio“ bei. „Deswegen sind wir über die Neuentwicklung so euphorisch. Unter anderem brauchen wir dringend ein großes Drogeriegeschäft und ein schönes Restaurant. Das ist wichtig, um die Kunden am Standort zu halten.“
Erleichterung auch bei der Politik über die Entwicklung am Spitzbergenweg. „Meiendorf ist ein aufstrebender und wachsender Ortsteil“, sagt die SPD-Bezirksabgeordnete Marlies Riebe. „Immer mehr junge Familien wollen nach Meiendorf ziehen. Unser Ziel ist es, den Einzelhandelsstandort zu stärken und gleichzeitig neuen, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Ich freue mich, dass der Einkaufstreff nicht abgeschrieben ist, sondern im Gegenteil auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Nahversorgung vor Ort spielen wird.“
Auch der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter blickt positiv in die Zukunft: „Durch den Umzug von Aldi an die Meiendorfer Straße hat zwar der Meiendorfer Ortskern gewonnen, gleichzeitig aber der EKT Spitzbergenweg einen wichtigen Magneten verloren. Mit den geplanten Investitionen wird dies nicht nur kompensiert, sondern der EKT Spitzbergenweg aufgewertet und für die Zukunft gerüstet. Und es ist gut, in den neu entstehenden Obergeschossen Wohnungen zu bauen. Das bislang überwiegend eingeschossig bebaute Gelände bietet sich hierfür geradezu an.“
Das Vorhaben steht noch ganz am Anfang. Um es umsetzen zu können, ist ein neuer Bebauungsplan erforderlich, der mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung einhergeht. Ein Teil der Grundstücke, auf dem das neue Einkaufszentrum entstehen soll, gehört der Stadt, ein großer Teil aber privaten Eignern. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft EKT Spitzbergenweg bitten die Grundstücksinhaber deshalb, das Vorhaben nicht zu blockieren. (je)
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