Erfrischende Aussichten für Rahlstedt

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Ein Blick in die neue Kurshalle im Rahlstedter Bad Visualisierung: Bäderland und BS2-Architekten

Bäderland investiert 6,5 Millionen Euro in Hallenbad. Freibad bleibt

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Die Gespräche zwischen Bäderland, lokaler Politik, Vereinen und Institutionen dauerten lange. Immer wieder gab es im Stadtteil Gerüchte, das Freibad am Wiesenredder werde geschlossen, das Gelände verkauft und bebaut. Nun liegt die Entscheidung vor: Der Freibadstandort bleibt unangetastet. „Er erfüllt die Nachfrage nach ausgedehnten Liegeflächen in gepflegter Natur, Platz zum Spielen sowie Abkühlung an hochsommerlichen Tagen“, so Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Eine Nutzung für Containerunterkünfte sei zu keiner Zeit in Betracht gezogen worden. Im Schnitt hat das Freibad etwa 22.000 Besucher im Jahr.

Trainingshalle entsteht


Große Pläne hat Bäderland dagegen für das Hallenbad in Rahlstedt. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für einen Anbau beginnen. Entstehen soll eine Trainingshalle mit einem 12,50 Meter mal 7 Meter großen Kursusbecken. Es soll einen hamburgweit einmaligen Hubboden für eine vielfältige Nutzung bekommen und Ende 2017 fertig sein. „Dies kommt nicht nur privaten Schwimm- und Badegästen zugute, sondern auch Sport- und Vereinsschwimmern, die sich die Bahnen dann nicht mehr mit Aqua-Fitness-Kursen teilen müssen“, so Bäderland-Sprecher Dietel. Im Sommer 2017 soll das Hallenbad nach 45 Betriebsjahren einer aufwändigen Betonsanierung unterzogen werden. Dafür muss das Becken geleert bleiben, rund sechs Monate lang müssen Badegäste, Schulen und Vereine andere Bäder nutzen. Kurshalle und Betonsanierung kosten 6,5 Millionen Euro.

Moderne Außenbecken


Langfristig plant Bäderland, das Rahlstedter Hallenbad zu erweitern. Angedacht sind ein ganzjährig nutzbares Außenschwimmbecken und ein Außenbereich mit Wasserspieleinrichtungen. Dafür müsste der Spielplatz nebenan verlegt werden. Entsprechende Gespräche mit dessen Trägerverein haben bereits begonnen. Dieses zusätzliche Angebot veranschlagt Bäderland mit 3,2 Millionen Euro. „Insgesamt belegt die Stärkung des Standortes Rahlstedt dessen herausragende Bedeutung in unserer Gesamtstrategie“, so Dietel. Insgesamt also erfrischende Aussichten. Die beiden Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Torben Buschhüter und Ekkehard Wysocki begrüßen die Entscheidung: „Bäderland trägt damit dem steigenden Bedarf im wachsenden Stadtteil ebenso Rechnung wie dem sich veränderten Freizeitverhalten.“ Ihr CDU-Kollege Karl-Heinz Warnholz dürfte sich vor allem über den Erhalt des Freibades freuen. Jahrelang hatte er sich dafür eingesetzt.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 16.04.2016 | 19:28  
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