Ernte am Appelhoffweiher

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Michael Kasch überprüft die Apfelbäume am Appelhoffweiher. Am 20. September ist Erntezeit Foto: wb

Äpfelpflücken mit dem Naturschutzbund. Früchte kostenlos mitnehmen

Von Michael Hertel
Steilshoop
Zur großen Apfelernte östlich des Appelhoffweihers in Steilshoop lädt der Naturschutzbund Deutschland („NABU“) für Sonntag, 20. September, von 14 bis 18 Uhr ein. Angeregt von Wochenblatt-Leser Arnold Schott, war Michael Kasch (67), Leiter der Bramfelder NABU-Gruppe, gleich Feuer und Flamme: „Da machen wir ein kleines Erntefest draus.“ Östlich des Appelhoffweihers stehen auf einer bunten Streuobstwiese rund 60 Apfelbäume. Sie heißen „Kaiser Wilhelm“, „Juwel aus Kirchwerder“, „Roter Herbstkalvill“ oder „Horneburger Pfannkuchenapfel“. „Alles alte Sorten, viele vom Verschwinden bedroht“, erklärt der einstige Steuerfachmann Michael Kasch. Die Streuobstwiese war 2007/2008 mit Fördergeldern angelegt worden. Vor wenigen Tagen hat Kasch die Bäume noch mal inspiziert. „Sie tragen viel, das wird eine gute Ernte.“ Einige Äste scheinen allerdings von der Last der dicken Früchte überfordert gewesen zu sein und brachen ab. „Das können Sturmschäden sein, aber wir haben leider auch immer wieder Vandalismusschäden“, erklärt Kasch. Der Apfel ist für den NABU-Mann ein herrlich vielfältiges Obst „zum roh Essen, Kuchenbacken oder Entsaften“. Das Erntefest am Appelhoff kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, weil viele Sorten erst Mitte September wirklich reif sind. Vor dem Fest will der NABU die inzwischen hoch gewachsene Wiese noch mähen lassen und auch – wo nötig – baumchirurgisch aktiv werden. Am 20. September wird der NABU mit einem Infostand vertreten sein, über alte Apfelsorten aber auch das Eisvogel-Projekt an der Seebek und die Renaturierung der Osterbek informieren. Michael Kasch hofft auf viele Mitpflücker aus der Bevölkerung und bittet sie, möglichst ebenfalls Pflückgeräte und natürlich Taschen mitzubringen: „Wer selbst erntet, darf seinen Ertrag natürlich kostenlos mit nach Hause nehmen. Wenn Äpfel übrig bleiben, gehen die an Schulen in der Umgebung.“
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1 Kommentar
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Arnold Schott aus Bramfeld | 12.12.2015 | 18:29  
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