Erst Mathe – dann Musik

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Hartmut Johann (v.l.), Schulleiter, Arno Weisheit und Angela Tsagkalidis Vorstand Schulelternbeirat und Prof. Dr. Peter Struck. Foto: EKG

Professor Struck referierte

Barsbüttel. „Folgt auf Matheunterricht Sport oder Musik, werden die Formeln besser verarbeitet und bleiben länger im Gedächtnis!“ Dies war nur eine Erkenntnis von vielen, die die Besucher aus dem Vortrag von Prof. Dr. Peter Struck an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule in Barsbüttel mit nach Hause nehmen konnten. Der Erziehungswissenschaftler gehört zu den meistgefragten Bildungsexperten Deutschlands und referierte auf Einladung des Schulelternbeirates drei Stunden lang humor- und gehaltvoll in der dortigen Mensa. Über 250 Besucher erlebten einen interessanten Abend. Auch Schulleiter Hartmut Johann zog am Ende des Vortrages ein zufriedenstellendes Fazit: Die Erich Kästner Gemeinschaftsschule befinde sich gemessen an den Forschungsergebnissen auf dem richtigen Weg.
Peter Struck referierte zum Thema „Gemeinsam Lernen - was uns die Hirnforscher über Erziehung, Bildung und Gemeinschaftsschule sagen“. Seine Thesen sowie die Erkenntnisse der Forschung für ein modernes Bildungssystem erläuterte er anhand zahlreicher praxisorientierter Beispiele. So müssten Schüler den Lehrstoff immer mit etwas anderem verknüpfen, um es sich zu merken – beispielsweise mit Mama oder Papa, mit einem Lächeln, mit einem Stück Zukunft oder einer Bewegung.
Da Kinder höchst verschieden seien, ist laut Struck eine Individualisierung des Lernens notwendig. Kinder sollten voneinander und mit vielen verschiedenen Materialien lernen. Auch wendet sich der Experte gegen eine frühe Bewertung der Leistung durch Zensuren. Aus Sicht des Wissenschaftlers machen Noten vor dem 13. Lebensjahr keinen Sinn. Kinder bräuchten stattdessen Resonanz. (hfr)
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