„Es geht voran“

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Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff an seinem Schreibtisch Foto: Glitz

Bezirksamtsleiter über die „Stadtwerdung Wandsbeks“

Von Rainer Glitz
Bezirk Wandsbek
Das abgelaufene Jahr sei vor allem geprägt von den Erfolgen im Wohnungsbau, sagt Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Wenn ich jetzt hier aus meinem Rathausfenster schaue, sehe ich im Umkreis im Brauhausviertel und im Collegequartier, dass die teils jahrzehntealten Ideen endlich fruchten. Wir erleben gerade so eine Art Stadtwerdung Wandsbeks.“ Er sei sehr stolz auf seine Leute in der Bauabteilung, die mehr als 2.500 Baugenehmigungen in diesem Jahr erteilt hätten. Was noch in Erinnerung bleibe, sei der Halbmarathon als großes Sportereignis im Bezirk, sagt der SPD-Politiker. „Es geht voran in Wandsbek und das ist auch gut so.“

Neue Nachbarn


Es gab aber auch schwierige Themen, wie etwa die Unterbringung von Flüchtlingen. „Die Zahlen sind 2014 dramatisch gestiegen“, sagt Thomas Ritzenhoff. Er sei froh, dass die Unterbringung in Hamburg staatlich organisiert sei und gut funktioniere. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen stand der Bezirksamtsleiter den Bürgern Rede und Antwort.

„Es gibt ganz viele Bürger, die sich engagieren und für eine Willkommenskultur stehen.“ Thomas Ritzenhoff Bezirksamtsleiter

Dabei stieß er nicht nur auf Fragen und Vorbehalte. „Es gibt ganz viele Bürger, die sich engagieren und für eine Willkommenskultur stehen“, betont Ritzenhoff. Auch 2015 müsse die Suche nach geeigneten Flächen für Unterkünfte weitergehen. „Ich hoffe, dass die Menschen sehen, dass die Flüchtlinge ihnen nichts wegnehmen“, sagt der SPD-Politiker. Es seien neue Nachbarn, viele der Flüchtlinge würden künftig als Arbeitskräfte gebraucht. Das Thema Stadtbahn sieht Ritzenhoff kritisch. Es sei sehr schwer, diese jetzt noch auf die Straße zu bringen. Die Alternative sei die U-Bahnlinie 5, vor allem für Bramfeld und Steilshoop.
Die Chancen Hamburgs bei der Olympiabewerbung könne er nicht abschätzen, sagt Thomas Ritzenhoff. Aber: „Mit der bundesliga-tauglichen BMX-Bahn in Farmsen stehen wir tatsächlich das erste Mal mit einer Olympiaspielstätte im Konzept der Stadt“. Das Konzept sei sehr charmant, und Olympische Spiele hätten einen viel größeren Mehrwert, als man gemeinhin wahrnehme. Zunächst aber steht Wandsbek 2015 im Zeichen des Dichters Matthias Claudius, der vor 200 Jahren starb. Ende Januar bekommt er ein Denkmal an der Christuskirche am Wandsbeker Markt. Im September wird es eine große Veranstaltung geben. Und was wünscht sich der Bezirksamtsleiter für das neue Jahr? „Dass es den Kollegen weiterhin Spaß macht, hier im Bezirksamt zu arbeiten“, sagt Ritzenhoff.
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