Es hat sich ausgekreiselt

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Immer schön im Kreis: Kreisverkehr am Berner Heerweg/Ebeersreye Foto: tel/wb

CDU kritisiert das Ende des Bauprogramms

Wandsbek Geht Hamburg die Puste aus in Sachen Kreisverkehr? Das jedenfalls befürchtet der verkehrspolitische Fachsprecher der Wandsbeker CDU-Bezirksfraktion, Heinz Seier: „Es gab mal ein Programm des Senats zum Umbau von ampelgeregelten Kreuzungen in Kreisverkehre. Seit etwa 2011 wird das zurückgefahren.
Jetzt finden nur noch Einzelfallprüfungen statt, und konkret geplant ist nicht mehr viel“, sagt der ehemalige Polizeibeamte. Dabei sind Kreisverkehre eine ebenso einfache wie segensreiche Erfindung: Durch die einfache Vorfahrtregelung (Fahrzeug im Kreis hat Vorfahrt) und die guten Sichtbeziehungen gibt es weniger Konflikte, damit auch weniger Unfälle. Durch die geringere Geschwindigkeit, die im Kreis gefahren werden kann, nimmt auch die Schwere von Unfällen ab. Seier nennt erfolgreiche Beispiele: „Beim Komplettumbau der Gründgensstraße in Steilshoop wurden drei große Ampelkreuzungen – Ruwoldtweg, Alfred-Mahlau-Weg und Gustav-Seitz-Weg – in Kreisverkehre umgewandelt. „An allen drei Punkten hat die Zahl der Unfälle drastisch abgenommen“, berichtet Seier.
Nach Informationen der zuständigen Wirtschaftsbehörde ist das einstige „Programm zur Förderung von Kreisverkehren“ (2008 bis 2011) eingestellt worden, um die Haushaltsmittel verstärkt für Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen einsetzen zu können und Umbauten nur noch dann vorzunehmen, wenn an den entsprechenden Kreuzungen sowieso Arbeiten nötig sind. Gerade in diesem Punkt hatte der Landesrechnungshof das Programm kritisiert. Jetzt geht es also langsamer voran mit den Kreisverkehren. In diesem Jahr steht laut Seier im Bezirks Wandsbek lediglich die Kreuzung Spitzbergenweg/Meiendorfer Straße (Meiendorf) auf dem Programm, und frühestens 2017 soll im Bereich Sonnenweg/Kupferdamm ein neuer Kreisel entstehen. „Das ist nicht nur eine finanzielle Frage. Wegen der Flüchtlingswelle sind auch viele Planer abgezogen worden“, glaubt Seier. (tel/wb)
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