Es läuft auf der Baustelle

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Rahlstedt wächst, aber was in der Baugrube der neuen Rahlstedtarkaden entsteht, sehen Bahnhofsbenutzer und flüchtige IC-Reisende zur Zeit am besten. Foto: Bätz
 
Bei der „Baustellen-Besichtigungs-Tour“- (v.Li. Nach rechts) Investor Herbert Wenzel von der Hanseatischen Vermittlungs- und Beratungsgesellschaft, Michael Miersch von Otto Wulff, der Rahlstedter SPD-Abgeordnete Ole Thorben Buschhüter MdHB, der SPD-Bezirksabgeordnete Lars Kocherscheid-Dahm und Bauleiter Manfred Dankert. Foto: hbz

Bahnhofsarkaden: Anti-Vibrationsmatten gegen Zugverkehr

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Was am Helmut-Steidlplatz ein Bauzaun verhindert, ist vom Bahnhof Rahlstedt aus deutlich zu sehen - Rahl-
stedt wächst. Und damit die hier durch brausenden oder haltenden Züge nicht die neu entstehenden Bahnhofarkaden zum Einsturz bringen, wurden in den vergangenen Wochen schwere Federmatten aus Gummi verbaut. Beim Ortstermin auf der Baustelle konnten der Rahlstedter Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter und die beiden SPD-Bezirksabgeordneten Lars Kocherscheid-Dahm und André Schneider sich davon ein Bild machen. Begleitet wurden sie von Investor Herbert Wenzel von der Hanseatischen Vermittlungs- und Beratungsgesellschaft, von Michael Miersch vom Bauträger, der Baufirma Otto Wulff sowie vom Bauleiter Manfred Dankert. Miersch und Dankert lieferten beim Rundgang viele Informationen über das Bauprojekt, das jetzt im Rahlstedter Zentrum nach den Ausschachtungsarbeiten langsam in die Höhe wächst. Laut Dankert ist die direkte Nachbarschaft zu den Bahngleisen „eine nicht zu unterschätzende Herausforderung“. Deshalb hat man auch auf die vertraglich festgelegte Forderung der Bahn geachtet, und während des Erdaushubs regelmäßig Messungen der Gleislage durchgeführt. Dies damit man schnell auf mögliche Verschiebungen der Gleise durch abrutschendes Erdgut reagieren konnte. „Aber da hat sich überhaupt nichts bewegt“, so Dankert stolz. Dankert und Miersch sind besonders begeistert von den erwähnten „Spezialmatten“, die ähnlich einer „Anti-Vibrationsmatte“ unter einer Waschmaschine das künftige Gebäude vor der Übertragung auch noch so geringen Vibrationen der Züge schützen sollen. Beide wiesen bei der Besichtigung daraufhin, dass die Deutsche Bahn mit ihren Planungs- und Bauauflagen darauf achtet, dass der Bahnverkehr auch in Zukunft ungestört rollen kann. So dürfen zur Bahnseite hin nur wenige, kleine Fenster vorhanden sein, die nur zu Reinigungszwecken geöffnet werden dürfen. Damit es aber trotzdem zum Frisch-Luftaustausch kommt, wird eine zusätzliche Belüftungsanlage für die Büro- und Praxisräume in die beiden Obergeschosse integriert. Eine weitere Bedingung der Bahn war der sofortige Beginn des Hochbaus nach Beendigung der Abrissarbeiten. Dies aus Gründen des Schallschutzes wegen der zentralen Lage in der Mitte Rahlstedts. Eine „logistische Herausforderung“ ist daher für Dankert die Organisation seiner Baustelle. Damit der Kern Rahlstedt und der hier stattfindende Wochenmarkt keine Probleme bekommen, geht es während der Bauzeit sehr eng zu. Baufahrzeuge liefern hier nur nach Absprache Beton und Baumaterialien. Für den Betonverbau bedeutet dies, rund 200 Lkw mit Nachschub werden stets ausschließlich nacheinander angefordert. Dankert und Miersch meinen, wenn der Zeitplan aber weiter so klappt, könnte das Richtfest für die Bahnhofarkaden für spätestens Anfang September angesetzt werden. Mit dem Erstbezug der Bahnhofsarkaden im Bürobereich rechnet man im kommenden Frühling. Nach Angaben von Miersch gibt es bereits diverse Anfragen potenzieller Mieter. Er betont aber, dass hier der Branchenmix und Qualität eindeutig bei der Vermietung Priorität haben - „wir brauchen nicht den xten Bäcker oder Friseur“. Auch die Gastronomie soll hier gehobenen Ansprüchen genügen. Der Rahlstedter Mitinvestor Herbert Wenzel sieht mehr die Notwendigkeit der Stadtplanung im Kern Rahlstedts.
Er erklärte an die Politiker gewandt:„Mein Wunsch ist es, dass man mit den Bahnhofsarkaden und der Neugestaltung des Helmut-Steidl-Platzes eine gute Lösung in der Mitte in Rahlstedts findet“. Wenzel ist dies auch deshalb sehr wichtig, weil der frühere CDU-Politiker gemeinsam mit seiner Ehefrau auch Besitzer des Eiscafé Dante ist. Wenzel weiter: „Für mich hängt viel Herzblut an diesem Projekt. (hbz)
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