Es wird gebaut

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An der Ecke Ritterstraße 1 und 2 entstehen zur Zeit 66 Mietwohnungen.

Aktuelle Projekte in Wandsbek sollen Wohnungsnot mindern

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Geht es nach dem Willen der Hamburger SPD, so wird in den nächsten Monaten und Jahren viel gebaut. In erster Linie bezahlbarer Wohnraum. Das ist auch in Wandsbek so, sagt der baupolitische Sprecher der SPD-Bezirksfraktion Rainer Schünemann. Im Gespräch mit dem WochenBlatt betont Schünemann, dass die Wandsbeker Verwaltung hart daran arbeite, Planungsverfahren zu verkürzen. Was aber im Augenblick in Wandsbek baulich entsteht,stammt noch überwiegend von den Vorgängern der schwarz-gelben Koalition unter der Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller. Trotzdem können Schünemann und seine Kollegen erste Planungserfolge für sich reklamieren. Diese reichen von rund 50 preislich teureren Eigentumswohnungen, wie den „Wandsbeker Höfen“ an der Schädlerstraße, die von der wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg GmbH zur Zeit gebaut werden, bis hin zu deutlich günstigeren Sozialwohnungen, die von Baugenossenschaften in Wandsbek errichtet werden. Einer dieser Akteure ist die Wohnungsgenossenschaft von 1904 e. G., die zurzeit mehrere Projekte in Wandsbek entwickelt. So soll zum Beispiel in Farmsen „Eckerkoppel“ 170-192 auf einem Grundstück dicht an der U-Bahnlinie U1 ein Gebäudeensemble mit 100 Wohneinheiten entstehen. Diverse Aspekte seien bei der Planung zu beachten, sagt Klaus Weise, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Unter anderem seien besondere Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Die Genossenschaft, sagt Klaus Weise, werde weitere Bauprojekte am Berner Heerweg und in Rahlstedt-Ost realisieren.
Rainer Schünemann liegt besonders die bauliche Entwicklung des Kernbereichs Wandsbeks am Herzen. Am Lengerckestieg unweit des Staatsarchivs soll günstiger Wohnraum entstehen. Auf einem Grundstück neben einem Gerüstbau-Betrieb sind 48 preisgünstige Sozialwohnungen geplant. Für Schünemann ist dieser Standort besonders wichtig. „Wir hoffen Investoren zu finden, die das Gebiet rund um den Wandsegrünzug mit entwickeln und aufwerten. Zwar gibt es aktuell hier überwiegend Handwerks-und Gewerbebetriebe, aber das Gebiet eignet sich durch seine Nähe zu den Geschäftsstraßen und zur Wandse hervorragend zum Wohnen.“ Auch im angrenzenden Eilbek sieht Schünemann Potenzial. Für Standorte an der Ritterstraße sind schon Bauanträge gestellt worden. „Diese Projekte aus dem Wandsbeker Wohnungsbauprogramm sind nur einige Beispiele dafür, wie gemeinsam mit Bauträgern zeitnah eine relativ hohe Anzahl an Wohneinheiten realisiert werden kann“, sagt Rainer Schünemann. „Die meisten Menschen in Wandsbek haben begriffen, dass der Wohnungsbau dringend voran kommen muss.“
Die Aufgabe der Politik im Bezirk sei es dabei vor allem, neue Projekte anzuschieben, dabei das richtige Augenmaß zu behalten und für Bürgerbeteiligung und Transparenz zu sorgen.
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