Essen im Jenfelder „Café Curie“

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Die neue Produktionsküche an der Otto-Hahn-Schule Foto: rg

Mensa und Küche der Otto-Hahn-Schule eingeweiht. Kosten: 2,5 Millionen

Von Rainer Glitz
Jenfeld
„Nach vielen Mühen können wir jetzt gesundes Essen in angenehmer Atmosphäre anbieten“, sagte Schulleiterin Renate Wie-gandt vor Schülern, Lehrern, Eltern und Vertretern der Politik und freute sich. Lange Jahre hatten die 1.400 Schüler der Otto-Hahn-Schule mit einem Provisorium leben und in der Pausenhalle essen müssen. „Ich hoffe, dass ihr das Angebot auch annehmt. Es ist viel gesünder und macht mehr Spaß, gemeinsam zu essen“, so Wiegandt in ihrer Rede. Sie hoffe, dass es in den Pausen künftig keine Ströme mehr zum Discounter gegenüber geben werde...
Derzeit werden etwa 400 Essen täglich zubereitet, nun sollen es deutlich mehr werden: Möglich wären bis zu 2.000 Mahlzeiten. Dabei könnte die Otto-Hahn-Schule auch umliegende Einrichtungen beliefern. Über eine Staffelung der Essenspreise für sozial schwache Familien werde noch diskutiert, so die Schulleiterin. Eine wichtige Frage ist jedenfalls entschieden: Wie nämlich der Neubau mit Produktionsküche, Essensraum und Schülercafé heißen soll. 79 Vorschläge aus der Schülerschaft gab es. Gewonnen hat „Café Curie“, eine Idee der Klasse 9 f. „Das passt hervorragend zu unserem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt“, so Wiegandt. Und schließlich habe das weltberühmte Forscherehepaar Marie und Pierre Curie ebenso wie Otto Hahn bahnbrechende Entdeckungen im Bereich der Radioaktivität gemacht. „Ich habe früher nur ein Pausenbrot mit Leberwurst und Käse mitbekommen“, erinnerte sich Hamburgs Schulsenator Ties Rabe: „Die Zeiten haben sich geändert.“ Das gelte nicht nur für die Essensversorgung. Mittlerweile gebe es in allen Schulen ein Ganztagsangebot. Und die Schüler blieben freiwillig, um gemeinsam zu lernen und zu leben, betonte der SPD-Politiker. Hamburg stelle insgesamt zwei Milliarden Euro für den entsprechenden Umbau der Schulen zur Verfügung. In Jenfeld investierte die Stadt 2,5 Millionen Euro. „Wir wollen die Schüler nicht zwingen, hier zu essen, sondern sie anlocken“, erklärte Schulsenator Rabe. Es solle gesundes Essen geben, das aber auch den Erwartungen der Kinder entspreche – ein schwieriger Spagat. „Gemeinsames Essen hat aber auch mit Schulgemeinschaft zu tun“, so Rabe. Schulen leisteten in Hamburg einen wichtigen Beitrag zur Integration. 45 Prozent aller Schüler in der Stadt hätten einen Migrationshintergrund, damit liege sie bundesweit vorn. „Das kann Hamburg gut, und die Otto-Hahn-Schule ist ein gutes Beispiel“, so der Senator.
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