Expressive Ausdruckskraft

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Blick in Liliencrons Arbeitszimmer in Alt-Rahlstedt. Fotos: rm

Liliencrons Arbeitszimmer kehrt nach Rahlstedt zurück

Rahlstedt. Mit einer Feierstunde im Forum Gymnasium Rahlstedt wurde die „Poeten-Werkstatt – Liliencrons Arbeitszimmer in Alt-Rahlstedt“ als Dauerausstellung eröffnet. Damit hat eine von Rahlstedt aus jahrzehntelang leidenschaftlich geführte Diskussion um die Rückkehr des verlorengegangenen literarischen Arbeitszimmers nach Rahlstedt ihren glücklichen und in die Zukunft weisenden Abschluss gefunden. Welche Gründe haben zu dieser „glücklichen“ Lösung geführt? Schulleiter Volker Wolter wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Mehrzweckhalle mit der Ausstellung des Kulturwerks „Rahlstedt: Gestalten!“ und mit der „Poeten-Werkstatt“ schon im Kulturleben Rahlstedts angekommen ist. Schule und Schulleitung haben tatsächlich in den letzten zehn Jahren, unterstützt von einer breiten Rahlstedter Öffentlichkeit, den geplanten Sporthallenneubau mit einer technischen Auslegung für Kulturveranstaltungen durchgesetzt. Ohne das Forum Gymnasium Rahlstedt wäre die Rückkehr der Poetenwerkstatt nach Rahlstedt nicht möglich gewesen. Dr Klaus Landry, Vorsitzender der Stiftung „Wissen - Weltethos – Weltzukunft“ sprach in seinem Grußwort dem Ehepaar Wolter seine außerordentliche Hochachtung für die Restaurierung des in die Jahre gekommenen Arbeitszimmers aus.

Restaurierung

Diese sorgfältige Restaurierung hat es der Stiftung leicht gemacht, dem Gymnasium Rahlstedt das Arbeitszimmer als Dauerleihgabe zu überlassen. Nach den Worten von Dr. Jens Ahlers, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek Kiel, lässt sich nur Rahlstedt dauerhaft in Verbindung mit Leben und Werk des Dichters Detlev von Liliencron bringen. Die Dauerausstellung wird diesen Ruf von Liliencron als eines Rahlstedter Dichters bestätigen. Welche kulturelle Bedeutung wird die dauerhafte Aufstellung der Poetenwerkstadt haben? Schulleiter Volker Wolter bedauerte die in letzter Zeit mit Inkompetenz geführte Diskussionen um Liliencron, sowohl von Fürsprechern wie von Kritikern. Er hofft, dass die Poeten-Werkstatt zu einer sachlichen Annäherung an Leben und Werk des Dichters führen wird. Für Dr. Jens Ahlers ist eine Schule am besten für eine solche Poeten-Werkstatt geeignet. Sie wird, anders als quälende Museumsbesuche, den Schülern eine lebendige Auseinandersetzung mit dem Dichter ermöglichen. Peter Blänsdorf trug mit künstlerischer Gestaltung Gedichte von Liliencron vor und vermittelte dem Publikum so einen umittelbaren Eindruck von der lyrisch-expressiven Ausdruckskraft des Dichters. Mit der „Poeten-Werkstatt“ bestätigt das Gymnasium Rahlstedt seinen Anspruch, eine Schule im Stadtteil mit seinen Gegebenheiten und seiner Kultur zu sein. (rm)
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