Fahrradstraße: Streit schwelt weiter

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Radfahrer nutzen zweifellos die Walddörferstraße. Doch brauchen sie dort wirklich eine spezielle Fahrradstraße? Foto: rg

Bezirkspolitik uneins über Pläne für Walddörferstraße

Von Rainer Glitz
Wandsbek
„Es ist gut, dass Sie gekommen sind“, begrüßte Sylvia Canel von der Liberalen Fraktionsgemeinschaft die Vertreter der Interessengemeinschaft Walddörferstraße im Bürgersaal: „Die Gewerbetreibenden müssen gehört werden!“ Sie seien auf den Durchgangsverkehr angewiesen, eine Fahrradstraße könne negative Auswirkungen haben, machten die Unternehmer ihre Position deutlich.
„Eine Fahrradstraße an dieser Stelle hätte einen zweifelhaften Sinn“, sagte Kai Falcke von der CDU. Dahinter stecke Ideologie, sinnvoller wäre eine Nutzung des Wandsewanderweges. Dort seien ohnehin bereits jetzt deutlich mehr Radfahrer unterwegs als auf der Walddörferstraße: „Diese Alternative wird im Gutachten aber gar nicht erwähnt.“ Es gebe keine endgültigen Pläne, „wir sind erst am Anfang der Diskussion“, entgegnete Dennis Paustian-Döscher von den Grünen. Der Ausbau des Wanderweges bedeute einen Eingriff ins Stadtgrün, es käme zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern: „Wir brauchen weniger Populismus und mehr Sachlichkeit.“ Lars Kocherscheid-Dahm warf der CDU Hysterie, Panikmache und eine Verteufelung des Radverkehrs vor. „Laut Gutachten besteht gar keine Notwendigkeit, den gewerblichen Verkehr an der Walddörferstraße einzuschränken“, so der SPD-Politiker. „Radfahrer sind auch Kunden“, ergänzte Joachim Nack von den Grünen. Ziel sei es, den Durchgangsverkehr aus dem Quartier herauszuhalten. Der Bus solle bleiben, ebenso Liefer- und Kundenverkehr. Nack: „Für die Anwohner ist das eine große Chance, es gäbe nämlich weniger Lärm und Abgase.“ Das sehen offensichtlich nicht alle in der Walddörferstraße so. Offenbar wurden bereits 400 Unterschriften gegen eine Fahrradstraße gesammelt. Alle Fraktionen der Bezirksversammlung waren sich einig, unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen, die Diskussion öffentlich zu führen und auch über die Nutzung des Wandsewanderweges als Alternativroute nachzudenken. Rainer Behrens (Linke): „Hamburg braucht mehr Radverkehr, sonst droht der Kollaps.“
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12 Kommentare
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Joachim König aus Wandsbek | 02.02.2016 | 16:59  
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J. Stender aus Wandsbek | 02.02.2016 | 19:52  
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J. Stender aus Wandsbek | 02.02.2016 | 20:04  
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Joachim König aus Wandsbek | 03.02.2016 | 16:21  
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Joachim König aus Wandsbek | 03.02.2016 | 16:21  
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Joachim König aus Wandsbek | 03.02.2016 | 16:29  
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Jens Kürsten aus Tonndorf | 04.02.2016 | 22:08  
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 06.02.2016 | 09:37  
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J. Stender aus Wandsbek | 06.02.2016 | 10:19  
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Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 25.03.2016 | 18:13  
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Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 25.03.2016 | 18:13  
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Claus Brüchmann aus Wandsbek | 28.03.2016 | 23:42  
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