Farmsener Tisch

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Brigitte Friedrich(r.) vom Farmsener Bürgerverein und die freiwilligen Helferinnen nehmen glücklich einen Spende über 500 Euro der VHS entgegen. Fotos: kg

FaTi: Lebensmittel verteilen statt entsorgen

Von Karen Grell
Farmsen. Auf der einen Seite gibt es immer mehr Menschen, die mit ihrem Gehalt nicht mehr zurechtkommen und in Armut leben müssen, auf der anderen Seite aber auch immer mehr Lebensmittel, die einfach weggeworfen werden.
Ein Zustand, dem entgegengewirkt werden muss, meinten auch Brigitte Friedrich vom Farmsen-Berner Bürgerverein und Pastor Jürgen Wippermann, die sich für den Aufbau einer Lebensmittelausgabe im Stadtteil einsetzten und diese nun eröffnen konnten.
„Fast in jedem Viertel findet man schon diese Unterstützung für benachteiligte Menschen“, sagt Brigitte Friedrich zu berichten und ist zu Recht stolz darauf, nun auch im eigenen Stadtteil Farmsen Menschen, die von Hartz IV leben oder nur eine geringe Rente zur Verfügung haben, helfen zu können. Genutzt werden für das Vorhaben die Räume der Jugendfreizeitlounge immer mittwochs von 13 bis 14 Uhr, noch bevor die ersten Kinder dort eintreffen. Wer sich Lebensmittel abholen möchte, der muss einmalig einen Nachweis seines Einkommens mitbringen und wird dann ganz unbürokratisch in einer Liste aufgenommen.

Unbürokratische Hilfe

Bei jedem Besuch des Farmsener Tisches wird ein Euro pro Familie verlangt. Alle Damen, die bei der Lebensmittelausgabe arbeiten, sind freiwillig dabei.
Mit einem Kleinbus der Kirchengemeinde werden sich am Mittwochmorgen Freiwillige von FaTi auf den Weg zu Geschäften in der Umgebung machen und das einsammeln, was dort eigentlich entsorgt werden sollte oder einfach für diesen guten Zweck gespendet werden kann. Orientiert hat sich das Team des Farmsener Tisches an der Initiative der bekannten Hamburger Tafel und dem Alstertaler Gabentisch, Lebensmittel bezieht sie allerdings keine von dort. Ganz wichtig für die Entwicklung von FaTi ist es nun natürlich, dass möglichst viele Geschäfte mitmachen und Lebensmittel weitergeben. Zudem braucht das bereits bestehende Team immer noch Helfer, die beim Transport und der Ausgabe jeden Mittwoch unterstützen. Die Lebensmittel müssen schon am Vormittag beschafft und dann sortiert werden. Manches muss neu verpackt werden und schön präsentiert soll die Ware zudem sein.“

Ein ganzer Stadtteil macht mit

Mit Leib und Seele für Farmsen“ ist das Motto dieses Engagements im Stadtteil und schon zur Eröffnung zeigte sich die Großzügigkeit im Viertel. Die VHS kam spontan mit einem Scheck über 500 Euro vorbei, der EKT Farmsen hielt ebenfalls eine erhebliche Spende bereit und „ohne die Hilfe eines ganzen Stadtteils kann so eine Unterstützung für Menschen in Not nicht funktionieren“. Die Farmsener haben sich auf den Weg gemacht und ihren Farmsener Tisch FaTi gegründet und hoffen nun vor allem, dass viele mitmachen werden.
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