Fette Beute

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Werner Schütze hat bei seinem Tauchgang ein Fahrrad im See gefunden. Er trägt es ans Ufer. Foto: hbz
 
Ein Hecht oder ein Zander wäre Horst Schulz lieber gewesen. Aber an diesem Tag war freute er sich auch über die alte Autobatterie, „denn so wird wenigstens das Angelgewässer wieder sauber!“ Foto: hbz

Taucher fischen Müll aus dem Jenfelder Moor

Von Hubert Bätz
Jenfeld/Rahlstedt. Normalerweise angeln die rund 50 Mitglieder des Sportfischer Verein Rahlstedt von 1934 e.V. im Jessen Teich, der durch einen Kanal mit dem Jenfelder Moor verbunden ist, Karpfen, Schleie, Hecht, Zander, Barsch, Aal,oder Weißfische wie Rotauge, Rotfeder, Schneider, oder Ukelei, aber am vergangenem Sonntag da stand die Spezies „Müll“ im Brennpunkt des Interesses der meist begeisterten älteren Angler. Denn das jährliche Säubern des Gewässers von versenkten Einkaufswagen und anderem Wohlstandsmüll stand wieder einmal an, bevor man nach der Arbeit ans Angrillen und zum Bierchen übergehen konnte. Rund ein Dutzend Mitglieder waren zur Aktion ab 9 Uhr morgens erschienen. Unterstützt wurden sie bei der Müllsuche im Moorteich von dem Taucher Werner Schütze, seinen beiden Söhnen Gero und Falk (beide 9 Jahre alt) und seinem Kollegen Frank Bräun. Schütze und Bräun arbeiten beide als Taucher im Hamburger Hafen oder bei der Kampfmittelräumung für die auf diese Arbeitsgebiete spezialisierte Firma „Hansataucher“, der ältesten Taucherfirma Hamburgs. Deren Chef Claus Günzlein unterstützte die Angler gerne kostenlos und stellte Tauchausrüstung und „manpower“ gerne zur Verfügung.
Vor dem Tauchen in dem Moorgewässer, dessen tiefste Stelle laut Vereins-Gewässerwart Reiner Storch etwa drei Meter beträgt, hieß es aber zuerst, die Ausrüstung und den Druck des autonomen Tauchgeräts zu überprüfen. Hierbei unterstützten Gero und Falk gerne den Arbeitskollegen ihres Vaters. Dann hieß es für Reiner Storch und seinen jungen kräftigen Helfer Patrick Jark mit dem kleinen Ruderboot hinaus zu fahren und dem angeleinten Taucher die Stellen zu zeigen, wo man vermutete, dass im Winter Einkaufswagen und sonstiger Müll im Eis eingebrochen waren.
Währenddessen witzelte man am Ufer „vielleicht finden die eine Moorleiche mit Schlittschuhen an den Füßen“. Hier blieb man sonst aber nicht untätig und säuberte die Ufer. Während die Aktion an Land leicht ging, hatte der Taucher alle Mühe, denn die Sichtverhältnisse im braunen schlammigen Gewässer waren nicht sehr toll.
Trotzdem wurden sie fündig, besonders in Ufernähe, da fand der Taucher und seine Bootsbegleiter beispielsweise eine alte Autobatterie, zwei Fahrräder, eine alte Abfalltonne und Flaschen aller Art, Fazit des Gewässerwartes Reiner Storch, der mit solche Aktionen und Aktionen wie dem Kinder-und Jugendangeln am 13. Mai mehr junge Mitglieder in den Verein locken will, „das war doch eine rund um gelungene Sache.“ (hbz)

Der Sportfischer Verein Rahlstedt von 1934 e.V. hat eine Menge zu bieten, was das Anglerherz höher schlagen lässt.
Der Verein besteht seit 1934 und hat neben den allgemeinen Aufgaben eines Anglervereins, wie: die Regulierung der Fischbestände durch Angeln, unter Beachtung der Arterhaltung und des Artenschutzes, und die damit verbundene Pflege verschiedener Gewässer, die Aufgabe Kinder und Jugendliche an die Sportart Angeln heran zu führen.
Nach Aussagen des Jugendwarts Michael Herzberg, steht im Verein Spaß und Freude am Angeln und Vereinsleben im Vordergrund. Jeder der Lust und Freude am Angeln hat, kann daher in den Verein eintreten.
Die Mitglieder freuen sich besonders auch auf Kinder und Jugendliche, die das Hobby kennenlernen möchten.
Wer nun Näheres wissen will über Vereinsbeiträge, Angelkarten und Ähnliches der kann sich entweder im Internet unter www. http://www.sfvr-rahlstedt.de, oder bei
Michael Wiegand, Jenfelder Allee 29, Telefon 653 20 39 oder bei dem Gewässerwart des Sportfischer-Vereins Reiner Storch unter Telefon 0176 – 57 23 60 97 informieren, oder bei den auf der Internetseite genannten Veranstaltungen vorbei schauen.
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