Feuerwehr Berne: Retter werden fit für die Zukunft

Anzeige
Grundsteinlegung mit André Wronski (v. l.), Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr, Klaus Maurer, Bernd Krösser und Natascha Wronski-Blunk Foto: tel

Grundsteinlegung mit Hamburgs Oberbranddirektor : 1,3 Millionen Euro kostet der Neubau

Berne „Jetzt hat die Enge absehbar ein Ende“, sagte Wehrführerin Natascha Wronski-Blunk (32) und freute sich. Bernd Krösser, Staatsrat der Innenbehörde, und Hamburgs Oberbranddirektor Klaus Maurer legten jetzt den Grundstein für die neue Fahrzeughalle an der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Berne an der Kuhkoppel in der Gartenstadt. Die bisherige Enge in der unter Denkmalschutz stehenden Wache von 1926 sprach sämtlichen Sicherheitsvorschriften Hohn – so konnte beispielsweise die Abgasabsauganlage nicht genutzt werden – und erwies sich für die 25 Mitglieder der Einsatzabteilung, darunter drei Frauen, als zunehmend unerträglich. Da Uniformen und Helme in der alten Halle direkt neben den Fahrzeugen an der Wand hängen, müssen zunächst die Einsatzwagen die Remise verlassen, bevor sich die freiwilligen Helfer umziehen können. Der Fahrer des zweiten Fahrzeugs robbt sich dann regelmäßig von der Beifahrerseite aus hinters Steuer. Diese Zeiten sind nun bald vorbei, denn Dank der Sanierungs-offensive des Senats wird für rund 1,3 Million Euro bis zum Sommer eine neue Fahrzeughalle gebaut, die dann auch den Sicherheitsnormen entspricht. Welch Luxus: Uniformen und Helme bekommen nun einen Extra-Raum. Neu errichtet, allerdings kleiner als bisher, wird auch der historische Feuerlöschteich zwischen Wache und Remise. Wronski-Blunk, einst erste weibliche Wehrführerin Hamburgs: „Natürlich brauchen wir keinen Löschteich mehr. Aber das Denkmalschutzamt besteht darauf.“ Staatsrat Krösser bedankte sich denn auch bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Geduld im Rahmen der Verhandlungen mit dem Denkmalschutzamt. Der neue Löschteich ist bereits gemauert und erhält seine historischen Feldsteine als Verblender zurück. Bei der Errichtung der Wache Mitte der 1920er-Jahre war der Löschteich noch unverzichtbar gewesen. „Ohne ihn hätte die Gartenstadt keine Feuerversicherung erhalten“, wusste Genossenschafts-Geschäftsführer Sönke Witt als Anekdote beizusteuern. (tel/wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige