Flop Alster-Radstraße: Jetzt online mitreden!

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Verkehrsbehörde startet Beteiligungsplattform im Internet. Anregungen sollen berücksichtigt werden

Mit der Fahrradstraße Harvestehuder Weg gerieten die Verkehrsplaner der Stadt im übertragenen Sinne in die Sackgasse: Die Radfahrer bevorzug(t)en den bisherigen Radweg, die Autos nehmen nur bedingt Rücksicht, obwohl die anderen Verkehrsteilnehmer nun offiziell Vorrang hätten.

Einen Ausweg suchen die Behördenvertreter jetzt über eine Online-Beteiligungsplattform: Ab sofort können Radfahrer über ihre Erfahrungen auf der Fahrradstraße Harvestehuder Weg online berichten und Verbesserungsvorschläge machen, teilte die Verkehrsbehörde am Montag mit.

Auf der Website www.alster-fahrradachsen.de befindet sich eine Beteiligungsplattform, die auch für die Nutzung mit Smartphones und Tablets ausgelegt ist. Die Aktion läuft bis Mitte Mai, danach werden die Meldungen ausgewertet und bei den weiteren Planungen der Fahrradachsen berücksichtigt.

Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Wir wollen die Nutznießer unserer Radverkehrsförderung beim Ausbau der Fahrradachsen entlang der Alster mitnehmen. Ihre täglichen Erfahrungen sind ein wichtiger Beitrag für die weitere Planung. Ich wünsche mir eine rege Beteiligung und möchte jeden ermuntern, sich drei Minuten Zeit für die Befragung zu nehmen, damit wir ein umfassendes Meinungsbild erhalten.“

Die Fahrradstraße Harvestehuder Weg hat für die Alster-Fahrradachsen Modellcharakter. Deshalb will man aus den Problemen lernen. Neben der Online-Befragung der Nutzer wird es verschiedene Messungen und Beobachtungen entlang der Strecke geben, die ebenfalls wichtige Erkenntnisse für weitere Planungen liefern.


Die Radwege entlang der Außenalster gehören zu den meist genutzten Radverkehrsstrecken in Hamburg. Mit dem Projekt „Alster-Fahrradachsen“ reagiert der Senat darauf und verbessert die Bedingungen für den Radverkehr.

Fahrradstraßen sind vorgesehen in den Straßen Bellevue, Fährhausstraße – Schöne Aussicht – Eduard-Rhein-Ufer, Alsterufer – Harvestehuder Weg. Hier ist der Radverkehr heute schon dominant und wird weiter zunehmen. Fahrradstraßen sind Radwege auf ganzer Breite der Fahrbahn, Autos sind hier Gäste, der Anliegerverkehr ist zugelassen.

Inzwischen ist die Behörde auch vorsichtig mit weiteren Maßnahmen: Auf den übrigen Abschnitten rund um die Alster werde es "individuelle Lösungen" geben, die gewährleisten sollen, dass "Fußgänger und Radfahrer jeweils mehr Platz erhalten, dabei der Parkcharakter mit Bäumen und Grünflächen erhalten bleibt".
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Rainer Stelling aus St. Georg | 31.03.2015 | 02:23  
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