Flüchtlinge in Büros

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Noch im Septembersollen die ersten Bewohner in die ehemalige Zentrale von Globetrotter ziehen Foto: mdt

Stadt plant Unterkünfte größer und langfristiger

Bezirk Wandsbek Mit bis zu 1.500 Plätzen wird am Bargkoppelstieg die größte Flüchtlingsunterkunft in Wandsbek geschaffen. Die Erstaufnahmeeinrichtung wird in dem Gebäudekomplex der früheren Zentrale von Globetrotter plus zusätzlich aufgestellte Container installiert und dient damit neuankommenden Flüchtlingen als Unterkunft. Die ersten Bewohner sollen im September einziehen.
Für gewöhnlich bleiben Asylbewerber rund drei Monate in solchen Unterkünften der Innenbehörde bis sie in Folgeeinrichtungen der Sozialbehörde umziehen. Aufgrund der hohen Zahl an Flüchtlingen und dem Mangel an Folgeunterkünfte sind es aktuell aber bis zu sechs Monate. Schon jetzt steht fest, dass ein Teil der Flüchtlinge, die in die ehemalige Geschäftsräume nach Rahlstedt ziehen, aus den Messehallen kommen werden. Dort schlafen seit Mitte August rund 1.200 Menschen in einer großen Halle auf Feldbetten. Die Unterkunft war von Beginn an bis Ende September befristet. Dann beginnen in den Messehallen die Vorbereitungen zur diesjährigen Hanse Boot, die vom 31. Oktober bis zum 8. November stattfindet. Auf welche Standorte die Messebewohner verteilt werden, war bisher unbekannt. Die Groß-Unterkunft in Rahlstedt ist nun ein Teil der Lösung.

Langfristige Unterkunft geplant


Im Bezirk sind weitere große Unterkünfte geplant. Unteranderem auch eine langfristig angelegte Unterbringung an der Straße Am Stadtrand. Dort hat die Sozialbehörde die frühere Firmenzentrale von Jungheinrich für 15 Jahre gemietet. Die Büros des Hamburger Gabelstaplerherstellers sollen in 160 Wohnungen umgebaut werden. Bis zu 688 Menschen könnten in dem Bürogebäude dauerhaft leben.
An der Walddörferstraße 91 werden auf dem Gelände der ehemaligen Schule am Eichtalpark 350 Flüchtlinge einquartiert. In einem Pavillondorf in Bergstedt sind es bis zu 364. Die deutliche Austockung der Plätze in Wandsbek ist dem anhaltendem Zustrom von Flüchtlingen nach Hamburg geschuldet. In der ersten Jahreshälfte kamen mit 5.725 Menschen soviel wie in 2014. Aktuell kommen rund 200 bis 300 Menschen täglich in der Hansestadt an. Der Senat stockte das Budget bereits auf 500 Millionen Euro auf. (mdt)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 03.09.2015 | 16:38  
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