Flüchtlingshaus für Frauen mit Kindern in Farmsen

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Neue Flüchtlingsunterkunft: In diesem achtstöckigen Gebäude (Haus M) auf dem Gelände des Berufsförderungswerks sollen bis zu 93 alleinstehende Mütter und ihre Kinder untergebracht werden Foto: tel

93 Plätze sollen auf dem BFW-Gelände an der August-Krogmann-Straße entstehen

Von Michael Hertel
Farmsen
Auf dem Gelände des Berufsförderungswerks (BFW) an der August-Krogmann-Straße (Farmsen) sollen bis Jahresende noch einmal 93 Plätze für Flüchtlinge entstehen. Das haben die zuständigen Behörden auf der Regionalausschusssitzung bekannt gegeben. In das Haus M ziehen demnach alleinstehende Mütter und ihre (kleinen) Kinder. Die Gesamtzahl der auf dem Gelände untergebrachten Flüchtlinge soll sich dadurch aber nicht erhöhen, denn die Einrichtung „Farmsen 2“ (Hochhaus) mit rund 400 Plätzen soll noch im Oktober geschlossen werden. Dort will die Saga demnächst ein Wohnungsbau-Projekt starten. Und in der benachbarten Meilerstraße werden derzeit Wohnungen mit 348 Plätzen errichtet, die vor allem für Flüchtlinge vorgesehen sind. Sobald die drei- bis viergeschossigen Klinkerbauten fertiggestellt sind (voraussichtlich im vierten Quartal 2017), sollen die Häuser 2, 5 und 15 sowie Containerplätze an der August-Krogmann-Straße in gleicher Größenordnung abgebaut werden. Die Wohnsituation der Flüchtlinge ist nach wie vor angespannt, erläuterten Behördenvertreter. Dabei hat sich die Zahl der neu Hinzukommenden drastisch reduziert: Kamen im Februar vergangenen Jahres 1.755 Menschen nach Hamburg, stieg diese Zahl im Oktober 2015 auf 10.437 und lag zuletzt im August 2016 bei 843. Doch von den knapp 10.000 Flüchtlingen, die derzeit in Hamburger Erstaufnahmeunterbringungen leben (dazu zählen auch die berüchtigten Baumärkte mit jeweils bis zu 1.000 Plätzen), sind knapp 7.900 schon länger als sechs Monate dort. Dabei sollen Flüchtlinge nach spätestens sechs Monaten in Folgeeinrichtungen – im Idealfall „normale“ Wohnungen – umziehen. „Aber der Wohnungsmarkt ist nach wie vor sehr angespannt“, erklärte Swenja Gugat (Sozialbehörde). Dabei hat Hamburg 2014 bereits 6.000 Folgeeinrichtungsplätze geschaffen, 2015 sogar 21.000. In diesem Jahr sollen weitere 14.500 dazu kommen. Derzeit sind in Hamburg rund 24.000 Plätze in der „öffentlichen Folgeunterbringung“ an 112 Standorten belegt. An Haus M in Farmsen werden in den kommenden Wochen noch Umbauten vorgenommen. So muss unter anderem eine Feuertreppe installiert werden. Von den insgesamt 93 Plätzen werden bis Jahresende etwa 60 belegt. Betrieben wird das Haus (Mietvertrag über zehn Jahre) von „fördern & wohnen“.
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