Frei für Radfahrer

Das beidseitige Befahren der Einbahnstraßen halten die Kollegen von der Fahrradstaffel für ausgesprochen sinnvoll. Jede mögliche Einbahnstraße werde vor der Freigabe lange beobachtet und auf ihre Eignung hin getestet. Foto: kg

Einbahnstraßen von beiden Seiten befahren

Von Karen Grell
Wandsbek. In Hamburg sollen jetzt noch mehr Einbahnstraßen von Radfahrern beidseitig befahren werden können. Das freut viele Radler, die dann keine Umwege in Kauf nehmen oder teilweise ihr Rad auf den Gehwegen schieben müssen. Fast zweihundert Einbahnstraßen sollen jetzt für Fahrradfahrer auch entgegen der vorgeschriebenen Richtung in Hamburg befahrbar sein. Das beschloss die Polizei nachdem sie mehr als 400 Einbahnstraßen überprüft hatte. Unter den roten Einbahnstraßenschildern mit dem weißen Balken in der Mitte, steht dann bald der Hinweis „Radfahrer frei“. Am anderen Ende, das mit dem blauen Einbahnstraßenschild markiert ist, wird ein Fahrrad zu sehen sein, das Pfeile in beide Richtungen anzeigt. Schon vor vier Jahren hatte der Senat beschlossen die ersten Einbahnstraßen für Radfahrer zu öffnen, um das Fahren mit dem Zweirad attraktiver zu machen.
Sinnvolle Regelung
Die Kollegen von der Fahrradstaffel halten das beidseitige Befahren der Einbahnstraßen halten dür ausgesprochen sinnvoll. Die Fahrradstaffel der Polizei ist den ganzen Tag über in Wandsbek unterwegs, um die Falschparker auf den Geh- und Radwegen zu ermahnen. 25 Euro kostet im Fall an der Eilenau das Parken auf dem Gehweg. Da die Einbahnstraße, die den ganzen Eilbekkkanal entlang nur auf der rechten Seite stadteinwärts auf dem Radweg befahrbar ist, ständig zugeparkt ist, haben Fahrradfahrer hier kaum eine Chance voranzukommen. Zusätzlich müssen sich die Radler den Weg auch noch in beide Richtungen teilen und im besten Zustand ist der Asphalt auch nicht mehr. „Es ist hier fast zur Routine geworden, dass die Parker einfach den Radweg an der Eilenau freihalten, dafür aber mitten auf dem Gehweg parken. Stellen Sie sich da mal eine Mutter mit Kinderwagen vor“. Jede mögliche Einbahnstraße werde eben vor der Freigabe auch lange beobachtet und auf ihre Eignung hin getestet. Zu enge Straßen fallen dann ebenso weg wie Buslinien, weil es dort oft eng werden kann. „Manches Mal wundert man sich darüber, dass eine Einbahnstraße nicht beidseitig befahrbar ist, dabei ist die Gefahr nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.“
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