Freibad bald dicht?

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An Sommertagen herrscht im Freibad Rahlstedt viel Betrieb Fotos: güb

Standort Rahlstedt wird überprüft. CDU kündigt Kampf an

Rahlstedt In Rahlstedt macht das Gerücht die Runde, dass das Freibad Rahlstedt am Wiesenredder, das von der Bäderland GmbH betrieben wird, geschlossen werden soll. Die Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Friederike Föcking und Karl-Heinz Warnholz wollten der Sache auf den Grund gehen und haben mit der Überschrift „Wird das Rahlstedter Freibad geschlossen?“ eine schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gerichtet. Eine klare Antwort, dass das Freibad erhalten bleibt, gab es nicht. In der Antwort des Senats heißt es lediglich: „Mit dem Jahresbericht 2012 wurde die Bäderland Hamburg GmbH aufgefordert, ihre Bäderstandorte zu überprüfen. Der Senat hatte dieses im Rahmen seiner Stellungnahme zum Jahresbericht 2012 des Rechnungshofes zugesagt. Diese Prüfungen dauern an. Dies geschieht unter Beachtung des von der Bürgerschaft beschlossenen Antrags zu Weiterentwicklung des Hamburger Bäderangebotes.“

Besucherzahlen steigen

Ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Rahlstedter Freibades ist diese Antwort bei weitem nicht. Auch, wenn die Besucherzahlen deutlich nach oben gehen. Im Jahre 2012 sind über 20.000 Besucher ins Freibad gekommen. 2013 waren es deutlich mehr: 32.317 Rahlstedter suchten nach Auskunft des Senats Erholung und Badespaß im Rahlstedter Freibad.
„Der Senat forciert den Wohnungsbau in Hamburgs Stadtteilen. In Rahlstedt hat das Freibadareal eine Fläche von 29.474 Quadratmetern. Diese Tatsache verlockt, wenn sich wegen eines möglichen negativen Prüfungsergebnisses das Freibad Bäderland als potenzielles städtisches Grundstück als Bauland für Wohnungen anbietet“, meinen die beiden Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten. Die Bäderland GmbH hat zur Antwort des Senats keine weiteren Angaben gemacht. Sie hat zur Schließung des Freibades Rahlstedt dieselbe Position bezogen, die schon in der Senatsantwort deutlich wurde.
„Wir werden um unser Freibad kämpfen. Wir gehen seit vielen Jahren jeden morgen ins Freibad, um hier unsere Runden zu schwimmen. Auch bei
15 Grad Wassertemperatur sind wir noch hier. Undenkbar für uns, dass uns dieses Schwimmvergnügen eines Tages nicht mehr vor der Haustür geboten werden soll. So, wie wir denken viele Menschen in Rahlstedt“, sagten Margot Petersen, Elke Lenarz und Traute Schulz gegenüber dem Wochenblatt. „Wir werden auch eine Unterschriftensammlung für die Erhaltung des Rahlstedter Freibades starten, wenn es mit der Schließung ernst werden sollte“, kündigte Warnholz kämpferisch an.
Das Freibad Rahlstedt ist eine vielgenutzte Naherholungsmöglichkeit für Kinder, Jugendliche und junge Familien aus dem benachbarten Quartier Großlohe. „Gerade auch unter diesem Aspekt erscheint es notwendig, dass das Freibad Rahlstedt bestehen bleibt und möglicherweise noch attraktiver gestaltet wird. An warmen Sommertagen kommen täglich über 2.000 Besucher. „Wo sollen sie Badespaß finden, wenn das Freibad geschlossen wird?“, fragen Föcking und Warnholz (güb)
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