Frische Ideen für Jenfeld

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Henri Schmidt (CDU) hofft auf Bürgerschaftsmandat Foto: rg

Henri Schmidt (CDU) will in Bürgerschaft einziehen und Stadtteil-Identität stärken

Von Rainer Glitz
Jenfeld
„Ich gehe natürlich mit offenen Augen durch den Stadtteil, aber manchmal haben die Bürger eine andere Wahrnehmung“, sagt Henri Schmidt. Und so hat ihn Wochenblatt-Leser Klaus Öhrke auf den Zustand des Spielplatzes am JEN-Parkhaus aufmerksam gemacht. „Eine Katastrophe“, meint der CDU-Politiker. Auch die blaue Brücke als Eingangstor ins Einkaufscenter müsse renoviert oder aber abgerissen werden. „Das JEN ist von innen sehr schön und das Konzept gut“, sagt der 31-Jährige. Von außen aber bestehe Handlungsbedarf. „Das JEN könnte Strahlkraft für den ganzen Stadtteil haben“, sagt Schmidt. Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke will er sich dafür stark machen, dass nun etwas geschieht.
Zunächst soll geklärt werden, wer für den Spielplatz verantwortlich ist. Dann müsse beim Bezirksamt nachgefragt werden, was die Verwaltung gegen die Verwahrlosung in der Mitte Jenfelds tut – einen entsprechenden Antrag der SPD in der Bezirksversammlung gab es bereits. „Vielleicht finden wir jetzt im Wahlkampf mehr Gehör beim Senat“, sagt Henri Schmidt. Bei der Finanzierung könne es hilfreich sein, Geld beim Spendenparlament oder Tronc-Mittel zu beantragen. Der Spielplatz sei aber nur ein Aufhänger, allgemein über Jenfeld und die Identität seiner Bewohner nachzudenken. „Der Stadtteil steht nicht nur für Hochhäuser und fehlende Investitionen“, sagt der CDU-Politiker. Seine Idee: Im Januar soll eine Kampagne gestartet werden, die Jenfelder sollen alte Fotos heraussuchen, die dann im JEN ausgestellt werden könnten.
Der Jenfelder CDU-Ortsverband ist laut Schmidt einer der jüngsten: „Wir haben Ideen, aber es fehlen die Mittel“. Ein eigener Bürgerschaftsabgeordneter mit Büro und Mitarbeitern sei deshalb wichtig. Henri Schmidt traute sich deshalb, gegen den damaligen CDU-Kreischef Frank Schira bei der Aufstellung der Landesliste anzutreten – und gewann überraschend. Nun kandidiert er auf dem aussichtsreichen Platz sieben. „Eine Garantie ist das nicht. Es wird knapp werden, aber ich kann es schaffen“, sagt Schmidt. Sein Nachteil: Er ist noch nicht so bekannt wie andere Kandidaten auf der CDU-Landesliste. Deshalb ist nun Wahlkampf in Jenfeld, Tonndorf und Marienthal angesagt: Flyer verteilen und Plakate aufstellen. „Bis Februar werde ich wohl wenig Schlaf gekommen“, sagt Schmidt.
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